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Erbauseinandersetzung: Ist eine Teilungsversteigerung rechtens


| 19.08.2007 00:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Schwester und ich sind gemeinsame Erben, je zu 50%. Sie hat sich bis jetzt auf keine Erbauseinandersetzung eingelassen. Meine Schwester hat aus dem Erbe schon Werte entfernt, die in etwa den Wert des Besitzes entsprechen. Sie streitet dieses ab, aber es gibt Zeugen, daß die Sachen bei ihr sind. Sie hat die Teilungsversteigerung unseres Elternhauses beantragt. Ich wohne in diesem Haus und betreibe hier ein kleines Kosmetikinstitut(seit 11 Jahren), welches meine Existenz bedeutet. Meine Schwester steht sich finanziell ausgezeichnet, da sie mit einem Arzt verheiratet ist.Ich habe Lösungsvorschläge (möchte ihr mein Elternhaus abkaufen, Preis abzüglich der schon erhaltenen Werte) zur Erbauseinandersetzung gemacht. Auch diese fanden wieder einmal nicht die Anerkennung der Antragstellerin, nämlich meiner Schwester. Der wirtschaftlich Stärkere drängt zur Unzeit den wirtschaftlich Schwächeren aus dem langjährigen Familiengrundbesitz. (Arztfrau mit 2 großen Autos, eigenem Haus, 3 Pferden, etc.)Das Amtsgericht sieht diesen entsprechenden Umstand nicht und hat der Teilungsversteigerung stattgegeben.
Ist eine Teilungsversteigerung rechtens, wenn die Antragstellerin sich nicht um eine Erbauseinandersetzung bemüht? Kann man mir so einfach meine Existenz nehmen und Werte vernichten?
19.08.2007 | 01:44

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

die Erbengemeinschaft ist eine Zwangsgemeinschaft, die jederzeit durch einen der Miterben aufgelöst werden kann. Dabei spielt es rechtlich keine Rolle, in welchen Verhältnissen er lebt, wie groß sein Erbanteil ist oder was er selbst zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft unternommen hat.

Die Auflösung der Erbengemeinschaft kann durch Klage erfolgen oder - wenn wesentliche Teile des Erbes in einem Grundstück bestehen - durch Beantragung der Zwangsversteigerung.

Sie werden es deshalb am Ende nicht verhindern können, dass die Erbengemeinschaft zwischen Ihnen und Ihrer Schwester notfalls auch durch eine Zwangsversteigerung aufgelöst wird. Hierbei spielt es für die Einleitung der Zwangsversteigerung auch keine Rolle, ob Ihre Schwester - wie Sie vermuten - sich am sonstigen Erbe bereits eigenmächtig bedient hat. Dies kann allerdings bei der Erbauseinandersetzung und der Verteilung des Versteigerungserlöses eine Rolle spielen, Sie können - wenn dies wie Sie sagen beweisbar ist - Ihre Schwester diesbezüglich gerichtlich in Anspruch nehmen. Das Vorenthalten vn Nachlassgegenständen ist übrigens auch strafrechtlich relevant. Ich empfehle Ihnen daher dringend, hier einen Anwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen. Möglicherweise können Sie durch entsprechenden anwaltlichen "Druck" auf Ihre Schwester versuchen, auf diese einzuwirken, den Zwangsversteigerungsantrag zurückzunehmen und sich mit dieser einvernehmlich zu einigen.

Da die Zwangsversteigerung ansonsten wohl nicht abwendbar sein dürfte, empfehle ich Ihnen alternativ hierzu, ggf. an einem freihändigen Verkauf mitzuwirken, da dieser erfahrungsgemäß einen höheren Erlös erzielen wird, als eine Zwangsversteigerung. Sie können hierzu beim Amtsgericht beantragen, das Zwangsversteigerungsverfahren bis zu einem hlaben Jahr auszusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Eckart Johlige, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.08.2007 | 02:26

Habe meiner Schwester vor Ihrem Antrag mitgeteilt, daß ich ihr Ihre Hälfte abkaufen möchte. Von mir will sie allerdings erheblich mehr Geld als von Dritten. Ich fragte wie das angehen könne. Darauf antwortete sie dann einfach nicht mehr und stellte den Antrag. Habe ich als Miterbin nicht ein Vorkaufsrecht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.08.2007 | 20:36

Der Erbe hat grundsätzlich ein Vorkaufsrecht. Bevor Ihre Schwester einem anderen den Grundstücksteil verkauft, muss sie diesen zuerst Ihnen anbieten.

Dies gilt aber nicht im Zwangsversteigerungsverfahren. Im Zwangsversteigerungsverfahren können Sie aber selbst mitbieten.

Bewertung des Fragestellers |


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