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Erbauseinandersetzung Grunderwerbsteuer

| 03.08.2021 01:44 |
Preis: 48,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Immobilien können an Familienmitglieder ohne Grunderwerbsteuer vererbt werben.
Das gilt aber auch, wenn bei einem Erbfall mehrere Familienmitglieder erben und damit eine Erbengemeinschaft bilden.

Auch wenn ein Erbe den anderen deren Immobilienanteile abkauft, entfällt die Grunderwerbsteuer (§ 3 Nr. 3 GrEStG).

Mein Bruder und ich waren nach dem Tod unseres Vaters eine Erbengemeinschaft von mehreren benachbarten Flurstücken, wovon eins mit einem Einfamilienhaus bebaut ist, die wir gemeinsam genutzt haben. Im Grundbuch sind je zur Hälfte eingetragen. Jetzt ist mein Bruder verstorben und ich habe mich mit seinen Söhnen im Rahmen einer Erbauseinandersetzung auf eine nach Gutachten gleichwertige Teilung geeinigt. Meine Neffen sind von der Grunderwerbsteuer befreit. Aber ich soll für meinen Anteil die Steuer zahlen, weil ich mit 1/2 im Grundbuch stehe? Ist das rechtens? Ich gebe doch auch die Hälfte ab und mir gehört nicht mehr als vorher?

03.08.2021 | 09:59

Antwort

von


(239)
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86899 Landsberg
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Grunderwerbsteuer fällt beim Erwerb von Grundstücken, Grundstücksteilen oder Wohnungen an.

Beim Erben von Immobilien entfällt die Grunderwerbsteuer aber, das Grundbuch wird vom Amts wegen berichtigt.

Immobilien können an Familienmitglieder ohne Grunderwerbsteuer vererbt werben.
Das gilt aber auch, wenn bei einem Erbfall mehrere Familienmitglieder erben und damit eine Erbengemeinschaft bilden.

(Im konkreten Fall die Kinder Ihres Bruders, Sie sind kein gesetzlicher Erbe).

Die Höhe der Erbschaftssteuer richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad, von dem auch die Freibeträge abhängig sind
(§ 19 ErbStG, § 16 ErbStG).

Auch wenn ein Erbe den anderen deren Immobilienanteile abkauft, entfällt die Grunderwerbsteuer (§ 3 Nr. 3 GrEStG).

Anders sieht es aus, wenn ein Erbe oder die Erbengemeinschaft Immobilien direkt an Nicht-Erben veräußern.

Den Käufer trifft die Grunderwerbssteuer, die er wie bei jedem Kauf zu zahlen hätte. Die Höhe differiert in den Bundesländern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 03.08.2021 | 12:37

Sehr geehrter Herr Müller-Roden,
ich hatte schon nach dem Tod meines Vaters geerbt und die Erbengemeinschaft mit meinem Bruder wurde 1988 im Grundbuch eingetragen. Jetzt sind an die Stelle meines Bruders seine Erben getreten und die neue Erbengemeinschaft ist auch bereits im Grundbuch eingetragen. Wir wollten das gar nicht so aber es ging angeblich nicht anders, weil noch eine Vermessung zwecks Grenzbegradigung stattfinden musste.
Im fraglichen Fall geht ed mur noch die Erbauseinandersetzung. Dazu wurde mir gesagt, dass zwar die Erben meines Bruders von der Grunderwerbsteuer für die vom ihnen erworbenen Flurstücke befreit sind, ich aber nicht.
Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.08.2021 | 15:55

Sie sprechen von 2 Erbfällen die beide umgesetzt wurden.

Wenn an die Stelle Ihres Bruders dessen Erben getreten sind und die neue Erbengemeinschaft auch bereits im Grundbuch eingetragen ist, ist der 2. Erbfall abgewickelt.

Der Verkauf des Erbteils unterliegt den normalen Form- und Steuerpflichten

Bewertung des Fragestellers 05.08.2021 | 00:48

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