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Erbauseinandersetzung: Bruder verweigert Auskunft zu Hausrat

19.04.2008 08:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo,

meine Eltern haben vor mehr als 20 Jahren Ihr Unternehmen inkl. Immobilien nahezu vollständig meinem Bruder übertragen.

Meine Eltern hatten für die übertragene Immobilie ein Wohnrecht vereinbart, welches Sie auch genutzt haben.

Nun ist im Dez 2007 auch mein Vater verstorben. Es gibt ein meiner Meinung nach eindeutiges und auch gültiges Testament bezgl vorhandener Bankkonten. Jedoch gibt ist keine individuelle Vorgabe für den Verbleib des Hausrates inkl. der Familienandenken (dürfte nichts wertvolles sein, aber einige Dokumente oder Photos würden mich schon interessieren).

Mein Bruder hat jegliche Kontaktaufnahme zur Klärung des Verbleibes des Hausrates inkl. Familienerbstücke bisher inhaltlich nicht beantwortet und auch Terminvorgaben verstreichen lassen.

Fragen:
- Welche Möglichkeiten habe ich, um meinem Anliegen zur Auseinandersetzung des Hausrates, der sich in der Immobilie meines Bruders befindet, Nachdruck zu verleihen?
- Muß ich auf Fristen achten?

Vorab Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ihre Frage betrifft das Erbrecht und die Rechtsbeziehungen innerhalb einer ungeteilten Erbengemeinschaft (§§ 2032 ff BGB).

Wenn und solange eine Erbengemeinschaft besteht, müssen und können die Miterben grundsätzlich den gesamten Nachlaß gemeinsam verwalten (§ 2038 BGB), und können diesen nur einvernehmlich teilen (z.B. § 2040 BGB). Über Bankonten kann die Erbengemeinschaft nur gemeinsam verfügen.

Ihr Bruder hat zunächst dem Nachlaßgericht und selbstverständlich auch Ihnen entsprechende Angaben zu machen, und den Nachlaß zu bezeichnen. Erste Maßnahme wäre in die Akten des Nachlaßgerichts Einsicht zu nehmen, und selbstverständlich Ihren Bruder diesbezüglich auffzufordern Auskünfte zu erteilen (§ 2057 BGB).

Persönliche Gegenstände bleiben nach § 2047 II BGB gemeinschaftliches Eigentum selbst nach Auseinandersetzung (im Sinne von Teilung) der Erbengemeinschaft.

Solange die Erbengemeinschaft besteht, müssen Sie im Verhältnis zu Ihrem Bruder als Miterben im Grundsatz keine Fristen beachten, sollten aber dennoch alsbald tätig werden, um die Sachverhalte besser aufzuklären zu können.

Sollte Ihr Bruder sich nicht bewegen, müssten Sie Ihre Ansprüche notfalls außergerichtlich oder gerichtlich durchsetzen (lassen).


Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann. Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt (Weinheim)

Nachfrage vom Fragesteller 21.04.2008 | 21:41

Hallo,

vielen Dank für die Erstberatung.

Gibt zur Durchsetzung meiner Ansprüche neben der Einschaltung eines Rechstanwaltes auch ein vereinfachtes Verfahren?

z.B. über das Nachlaßgericht (Analogie zum Mahnbescheid)

Vorab Danke

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 24.04.2008 | 16:11

Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das Problem ist eher ein tatsächliches, als ein rechtliches, da Ihr Bruder als Miterbe Ihnen gegenüber Auskunft erteilen muß etc.

Neben einem eigenen Vorgehen (schriftliche Aufforderung z.B. gegenüber Banken, Finanzamt - welches von Kreditinstituten im Todesfall über fremdverwaltetes Vermögen (Vermögen des Erblassers) Meldung erhalten muß) kommt womöglich zunächst eine Erteilung eines gemeinschaftlichen Erbscheins, oder ein Schiedsverfahren (Auskunft erteilt Ihnen das Nachlaßgericht) in Betracht.

Sie können diese Ansprüche teilweise auch ohne Anwalt gerichtlich durchsetzen, also selbst einklagen.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
´Rechtsanwalt Weinheim

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