Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbauschlagung und Wirkung von anschließenden Geschenken aus Nachlass

20.04.2015 21:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Nach einem Todesfall gibt es drei Erben aufgrund gesetzlicher Erbfolge ( Ehefrau und zwei erwachsene Kinder aus früherer Ehe ).

Beide Kinder haben das Erbe aufgrund der Überschuldung des Nachlasses ausgeschlagen. Die Ehefrau hat das Erbe angenommen bzw. halt nicht ausgeschlagen ( bei ihr ist nichts zu holen ).

Nun hat diese Witwe ca. 8 Wochen nach dem Todestag den beiden Kindern des Verstorbenen diverse Fotos, Andenken in Form von Schmuck und Uhren ( vermutlich alles ohne materiellen Wert, aber persönliche Erinnerungsstücke ) aus dem Nachlass angeboten.

Können die Kinder diese Geschenke ohne Wirkung für die Ausschlagung annehmen?
Oder können aufgrund dessen, evtl. Gläubiger des Verstorbenen Forderungen gegen die Kinder gelten machen?


Einsatz editiert am 21.04.2015 10:33:44

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Eine Schenkung kann ohne Wirkung auf die Ausschlagung angenommen werden, schließlich ist die Witwe Erbin und damit Universalrechtsnachfolgerin geworden und kann mit ihrem Eigentum tun und lassen, was sie will, §§ 1922, 903 BGB.

Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass wegen der Schenkung Rückforderungsansprüche der Gläubiger drohen, weil zB im Nachlassinsolvenzverfahren benachteiligende Schenkungen angefochten werden können. Da mir nicht bekannt ist, in welchem Stadium sich der Nachlass befindet kann im Rahmen dieser Plattform keine abschließende Beurteilung erfolgen, weshalb ich Ihnen anrate, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.04.2015 | 11:17

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Verstehe ich das so richtig, dass ein Gläubiger aber maximal die geschenkten Dinge „zurück" fordern kann, die Erbauschlagung aber weiter gilt und er nicht seine gesamten Forderungen gegenüber den Beschenkten gelten machen kann, so wie er es ohne Ausschlagung des Erbes machen könnte?

Mit anderen Worten: Die Auschlagung wird von der Schenkung nicht angegriffen und der Beschenkte, der die Erbschaft ausgeschlagen hat, haftet trotz der Schenkung nicht persönlich mit seinem gesamten Vermögen für die Forderungen sondern muss maximal die geschenkten Dinge wieder herausgeben bzw. dem Gläubiger zur Verfügung stellen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.04.2015 | 11:28

Sehr geehrte Ratsuchende,

das haben Sie so richtig verstanden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70866 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr kompetent , sachlich und schnell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre sehr freundliche und kompetente Antwort. Ich weiß jetzt Bescheid und werde entsprechend handeln. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER