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Erbansprüche 42 Jahre nach Tod

02.01.2009 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

1951 wird R geboren. Seine Mutter behauptet, daß der minderjährige K der Vater ist. Da K noch minderjährig ist nimmt sein gesetzlicher Vertreter, sein Vater F die Vaterschaft an. K muß Unterhalt bezahlen, nimmt selbst aber die Vaterschaft nie an.
Da K die Vaterschaft selbst nie angenommen hat, erhebt R nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 2008 eine Vaterschaftsklage gegen K, obwohl dieser Unterhalt bezahlt hat. Das Ergebnis des Vaterschaftstest ist, daß nicht K der Vater von R ist, sondern dessen Vater F, der 1966 verstorben ist.
Nun erhebt R Erbansprüche gegen K.
Sind die Erbansprüche nicht verjährt, da F bereits 1966 verstorben ist, auch bei Unwissenheit dass F der Vater von R ist?
Was ist mit den Unterhaltszahlungen, die K anstelle seines Vaters F bezahlt hat, bei wem kann er diese rückfordern bzw. müssen diese nicht gegen die Erbansprüche von R gegen F geltend gemacht werden?

02.01.2009 | 17:36

Antwort

von


(1221)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Der Vater von K, also F, ist im Jahr 1966 verstorben. R macht gegen K Herausgabeansprüche gegen den Erbschaftsbesitzer (§ 2018 BGB ) geltend.

Die Verjährungsfrist beträgt 30 Jahre; vgl. § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB . Der Lauf der Frist beginnt gem. § 200 BGB mit der Entstehung des Anspruchs. Entstanden ist der Anspruch mit dem Tod des Vaters von R, also im Jahr 1966.

Mit Ablauf der 30jährigen Verjährung des Erbschaftsanspruchs kann sich der K als Erbschaftsbesitzer darauf berufen, daß er die Sache (Nachlaß) schon 10 Jahre in Eigenbesitz hat und daher gem. § 937 Abs. 1 BGB Eigentümer geworden ist.

Die Einrede der Verjährung ist geltend zu machen.


2.

Die Unterhaltszahlungen könnte K gegen R nach Bereicherungsrecht (§§ 812 ff. BGB) geltend machen. Allerdings kann R "Entreicherung" nach § 818 Abs. 3 BGB einwenden. Das wäre z. B. dann der Fall, wenn R die Unterhaltszahlungen verbraucht hat, wovon man ausgehen kann.

Hinweis: Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung verjähren nach 3 Jahren; vgl. § 195 BGB .


3.

Wegen der komplexen Einzelprobleme rate ich, wenn die Erbansprüche mit Nachdruck geltend gemacht werden, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt



ANTWORT VON

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