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Erbanspruch bereits verjährt?!

21.01.2014 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Die Erhebung der Klage hemmt die Verjährung, § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB. Hierbei reicht der Eingang bei Gericht aus, wenn die Zustellung beim Beklagten demnächst erfolgt, § 167 ZPO, und es genügt auch, wenn die Klage vorab gefaxt wird und im Original erst nach Fristablauf eingeht.

Guten Tag,

als testamentarischer Alleinerbe (ohne erbschein) meines Vaters, welcher am 15. Januar 2010 verstorben ist, hatte seine dritte Ehefrau, ihre gesetzlichen Erbansprüche über ihren Rechtsbeistand im selbigen Jahr geltend gemacht. Daraufhin wurde die übliche Korrespondenz zwischen den RA s beider Seiten geführt. Zur Aufklärung der Erbansprüche wurden die von mir bekannten Vermögenswerte zeitnah offenbart- die gegnerische Seite aber, ist mir/uns bezüglich der aufklärenden Besitzverhätnisse bis dato schuldig geblieben.

Heute, zwei Jahre später wurde mir eine Klage- mit Eingangstempel vom 3. Januar 2014 (Landgericht Bonn) zugestellt!

Frage: Die Klage hätte doch lt "Verjährungsfristen im Erbrecht" bis zum 31.12.2013, 00:00 Uhr (Eingangsstempel Landgericht Bonn) eingehen müssen? Ist die Klage noch fristgerecht?







21.01.2014 | 18:14

Antwort

von


(565)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt, wobei ich wie gewünscht mit geringer Detailtiefe ausführe:

Im Prinzip ist es schon so, dass die meisten erbrechtlichen Ansprüche mit Ablauf von drei Jahren verjähren, so dass die Klage bis zum 31.12.2013 hätte bei Gericht eingehen müssen. Ggf. ist dies in Bezug auf eine vorab an das Gericht versandte Faxkopie auch geschehen. In diesem Fall wäre es ausreichend, wenn das Original und die an Sie weiter geschickte beglaubigte Abschrift mit der Post erst am 03.01.2013 bei Gericht eingegangen sind.

Weiter wäre zu klären, ob nicht ggf. zwischen Ihrem Anwalt und dem der Ehefrau Ihres Vaters Verhandlungen stattgefunden haben, die die Verjährung gehemmt haben, <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/203.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 203 BGB: Hemmung der Verjährung bei Verhandlungen">§ 203 BGB</a> .

Vor dem Landgericht herrscht Anwaltszwang. Sie sollten daher Ihren Rechtsanwalt beauftragen, der dann auch die Einrede der Verjährung prüfen und ggf. erheben kann. Sie selbst können sich vor dem Landgericht nicht verteidigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin<!--dejureok-->


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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