Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbanspruch bei Hausverkauf


12.12.2007 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Rechtanwälte,

mein Vater ist vor kurzem verstorben u. meine Mutter lebt auch seit 13 Jahren nicht mehr. Beide hatten ein Haus zu gleichen Teilen besessen. Nach dem Tod meiner Mutter erbte meine Bruder u. ich 1/4 u. den Rest mein Vater. Aufgrund vieler Differenzen beendete ich die Erbengemeinschaft u. ich lies mich auszahlen (also die 1/2 vom 1/4 Haus i.H. von 32000 DM). Mein Vater hat ebenfalls seinen Anteil an meinem Bruder u. seine Ehefrau i.H. von 60000 DM + Übernahme von Hypotheken u. Bausparverträge i.H.v. einer Schuld v. 21000 DM verkauft. Dieser gemeinsame Verkauf sowie d. gleichzeitige Auflösung d. Erbengemeinschaft erfolgte 2001.

Nun meine Fragen:
Da der Verkauf vor weniger als 10 Jahren erfolgte, hätte ich noch einen Anspruch auf dem Erbanteil von meinem Vater?
Oder wird nur vom Verkaufspreis an meinem Vater ausgegangen? Das Haus ist in unserer Region vielleicht ca. 150.000€ Wert, aber ich gehe trotzdem davon aus, dass es unter dem eigentl. Wert verkauft wurde. Beweisen kann ich dies aber nicht. Und von einer Schenkung kann ich auch nicht ausgehen.
Was würde passieren wenn ich vom Kaufvertrag zurücktrete?
Da ich eigentlich aufgrund persönl. Gründen das Erbe auschlagen möchte, frag ich mich trotzdem ob eine Anspruch auf d. Pflichtteil sinnvoll wäre.



Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Rechtssuchender,

auf der Grundlage des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ich habe Ihre Schilderung so verstanden, dass Ihr Vater damals an Ihren Bruder und seine Ehefrau nicht nur den Erbteil nach Ihrer Mutter verkauft hat, sondern gleichzeitig auch seinen eigenen Anteil. Bezüglich dieses Anteils fragen Sie nach, ob Sie noch Ansprüche haben.
Ein möglicher Anspruch wäre der Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen, § 2325 BGB.
Dieser Anspruch steht Ihnen auch dann zu, wenn Sie am Nachlass als Erbe beteiligt sind, Sie müssen zu diesem Zweck also nicht die Erbschaft ausschlagen.
Voraussetzung des Anspruchs ist eine rechtsgültige Schenkung. Gemischte Schenkungen, bei denen der Wert der Leistung dem der Gegenleistung nur zum Teil entspricht, sind zwar heranzuziehen, aber nur mit dem überschießenden unentgeltlichen Teil. Ob bei ihnen der Wert der auszutauschenden Leistungen gleichwertig ist oder nicht, hängt von der subjektiven Bewertung der Vertragsparteien ab, die den jeweiligen Wert im Rahmen der Vertragsfreiheit selbst bestimmen. Die Bewertung von Leistung und Gegenleistung durch die Vertragsparteien (hier Ihr Bruder/seine Ehefrau und Ihr Vater) müssen also anerkannt werden, wenn sie auch unter Berücksichtigung eines Verwandtschaftsverhältnisses noch in einem vernünftigen Rahmen bleiben. Erst bei auffallend grobem Missverhältnis zwischen den wirklichen Werten von Leistung und Gegenleistung ist von teilweise unentgeltlicher Zuwendung auszugehen.
Sie müssen beweisen, dass hier zum Teil eine Schenkung vorlag.
Ich hoffe Ihnen einen Anhaltspunkt für die Beurteilung Ihrer weiteren Entscheidungen gegeben zu haben.
Vielleicht fragen Sie bei Ihrem Bruder einmal nach, sollten Sie nicht ganz zerstritten sein, wie damals bei Übergabe die Werte ermittelt worden sind. Denken Sie daran, dass lediglich der eigne Anteil Ihres Vaters am Haus von Bedeutung ist. Es muss für die Übergabe auch einen Notarvertrag geben, lassen Sie sich diesen aushändigen, vielleicht kann sich der beurkundende Notar ja noch an etwas erinnern, fragen Sie dort einmal nach.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER