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Erbanspruch? - Welche gesetzlichen Anprüche hat der leibliche Sohn?

| 10.04.2008 06:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Ein heute 46-jähriger hat einen leiblichen Vater der jeglichen Kontakt zu seinem Sohn abgelehnt hat.Jedoch hat der die Vaterschaft anerkannt und auch bis zum 18.Lebensjahr des Sohnes Unterhalt gezahlt.Der Vater ist im Stammbuch des Sohnes als leiblicher Vater eingetragen.Später heiratete der Vater eine Frau welche eine Tochter (heute 45) mit in die Ehe brachte.Darüber hinaus gibt es keine Kinder d.h. der Sohn ist das einzige leibliche Kind. Die Ehefrau ist vor 2 Jahren verstorben.Nun erfuhr der Sohn dass sein leiblicher Vater vor 5 Monaten verstarb. Er wurde weder von der zuständigen Meldebehörde Einwohnermeldeamt über den Todesfall noch vom Nachlassgericht benachrichtigt.Die zuständigen Meldebehörde am letzten Wohnort des Vaters stellte dem Sohn inzwischen eine Sterbeurkunde aus. Diese reichte er zusammmen mit seiner eigenen Gebutsurkunde und dem o.g. Stammbucheintrag beim zuständigen Amtsgericht ein. Darauf hin bekam er vom Amtsgericht die Auskunft, daß dort kein Testament vorliegt.Das Amtsgericht stellte ihm inzwischen einen Erbschein aus.Der Sohn hat inzwischen zur Tochter KOntakt aufgenommen, die nun das Haus des verstorbenen Vaters weiter bewohnt.Im Grundbuch ist sie lt.Grundbuchamt seit 1989 als Eigentümerin eingetragen.SIe behauptet, nichts vom leiblichen Sohn gewusst zu haben.SIe wurde vom Verstorbenen jedoch NICHT adoptiert.Der Verstorbene war aufgrund seiner Pferdezucht sehr vermögend, alles Geld wurde von Ihm in einem Depot bei der Bank angelegt.Wie genau der Bankvertrag aussieht ist noch nicht bekannt aber sie hatte Bankvollmacht. Inzwischen hat sie auch alle Nachlassgegenstände (z.B. Autos) sowie die Pferde alle verkauft.

Unsere Frage:
Hat sie dazu überhaupt ein Recht? Sie wurde weder in einem Testament als Erbin eingesetzt noch ist sie adoptiert noch leibliche Tochter des Erblassers. Welche gesetzlichen Anprüche hat nun der leibliche Sohn?

Eingrenzung vom Fragesteller
10.04.2008 | 09:51

Sehr geehrte Ratsuchende,

da Sie Ihre Frage tatsächlich schon einmal gestellt und auch beantwortet bekommen haben, gehe ich davon aus, dass die Antwort Ihnen nicht ausreichend war. Jedoch sollten Sie auch vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes berücksichtigen, dass diese Plattform nur dazu dienen kann, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu bieten, und eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort nicht ersetzen kann.

Dennoch beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Nach Ihren Schilderungen verhält es sich so, dass mangels Vorliegen eines Testamentes die gesetzliche Erbfolge eintritt, d.h. der leibliche Sohn als einziger Abkömmling des Verstorbenen Erbe wird, weshalb ihm vom Amtsgericht auch ein Erbschein ausgestellt wurde. Dieser Erbschein ist eine Art "Verfügungsnachweis" des Erben, welcher notwendig ist, wenn der Nachlass in Besitz genommen werden oder darüber verfügt werden soll.
Da die Tochter einen solchen Erbschein nicht hatte,war sie zur Verfügung /Veräußerung über Nachlassgegenstände nicht befugt.Da sie es dennoch getan hat, bestimmen sich die Rechte des Sohnes als "richtigen" Erben nach den § 2018 BGB: Herausgabepflicht des Erbschaftsbesitzers , d.h. er kann von der Tochter das herausverlangen, was diese aus der Erbschaft besitzt. Dazu zählt hier jedoch nicht das Grundstück, da dieses nach Ihren Angaben bereits seit 1989 im Eigentum der Tochter steht.
Da Sie schildern, dass die Tochter mehrere Nachlassgegenstände verkauft hat, unterliegt auch das durch diese Geschäfte Erworbene der Herausgabepflicht, sprich das Geld, welches die Tochter als Kaufpreis erhalten hat, steht dem Sohn zu. Um die Ansprüche des Sohnes geltend machen zu können, wird es hier erforderlich werden, zunächst eine Auskunft der Tochter dahingehend zu verlangen, welche Sachen sich zum Zeitpunkt des Erbfalles im Nachlass befunden haben, der Bestand der Erbschaft ist zu klären sowie der Verbleib der einzelnen Nachlassgegenstände.Zu dieser Auskunft ist die Tochter als Erbschaftsbesitzerin rechtlich verpflichtet, und dieser Auskunftsanspruch kann auch gerichtlich geltend gemacht werden.

Ferner schildern Sie, dass der Verstorbene Geld in einem Depot bei einer Bank angelegt hatte. Setzen Sie sich daher unbedingt mit der Bank unter Vorlage Ihres Erbscheins in Verbindung.Falls das Geld bereits an die Tochter ausgezahlt sein sollte, sollten Sie diese unbedingt zur Herausgabe auffordern und gleichzeitig in Verzug setzen, um Ihren Anspruch zu sichern.

Beachten Sie bitte, dass im Gegenzug die Tochter von dem Erben Ersatz von Aufwendungen und Verwendungen verlangen kann, die zur Bestreitung von Lasten der Erbschaft oder zur Berichtigung von Nachlassverbindlichkeiten getätigt wurden.

Ich hoffe, dass Ihre Frage nun ausreichend beantwortet ist, und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 10.04.2008 | 15:10

Hallo, nein meine Frage war noch gar nicht beantwortet worden weil der Einsatz von 25,00 Euro zunächst als zu niedrig erachtet wurde. Darum habe ich dann auf 30,00 Euro erhöht. Vielen Dank für Ihre ausführlichen Auskünft. Eine letzte Frage Haben wir noch: die Tochter hat nach eigener UAssage nichts von einem leiblichen Sohn gewusst und daher auch keinen Erbschein beantragt. Aber hat sie eigentlich überhaupt Anspruch auf einen Erbschein? Wenn es kein Testament gibt und sie nicht adoptiert wurde ist sie dann überhaupt gesetzliche Erbin?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.04.2008 | 20:34

Sehr geehrte Ratsuchende,

es ist unerheblich, ob die Tochter von der Existenz des Sohnes wusste oder nicht, denn dieser ist so oder so alleiniger gesetzlicher Erbe.Darum hat die Tochter auch keinen Anspruch auf Erteilung eines Erbscheins, denn dieser wird nur gesetzlichen Erben erteilt. Gesetzliche Erbin ist die Tochter in keinem Fall, da sie kein Abkömmling des Verstorbenen ist.Selbst die Frage, ob der Tochter dies bekannt war oder nicht, spielt für die Frage der gesetzlichen Erbfolge keine Rolle, sondern allenfalls für die Frage, ob sie im Hinblick auf den Erbschaftsbesitz gut - oder bösgläubig war.
Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

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