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Erbanspruch Stiefgeschwister

03.08.2015 06:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


08:08

Guten Tag

folgender Erbfall:

wir sind drei Geschwister, unsere Mutter hat aus voriger Ehe noch zwei Töchter, die unser Vater aber nicht adoptiert hat. Unsere Eltern haben sich in ihren Testamenten gegenseitig als befreiten Alleinerben eingesetzt. Dann soll das Vermögen unter uns drei Kindern aufgeteilt werden. Im Testament unserer Mutter steht noch dass ihre beiden Töchter aus erster Ehe nur einen Pflichtteilanspruch haben sollen.

Nun ist unsere Mutter zuerst verstorben, kurz darauf unser Vater. Einige Bankkonten lauten auf unsere Mutter, einige auf unseren Vater, was aber wohl keinen Unterschied macht. Nun meine Frage: haben die beiden Stieftöchter nun einen Pflichtteilsanspruch auf das gesamte Vermögen, das unsere Mutter unserem Vater als Alleinerben hinterlassen hat? Denn unser Vater hat ja gesetzlich eigentlich nichts mit den beiden Stieftöchtern zu tun, weil ja nicht adoptiert.


03.08.2015 | 07:21

Antwort

von


(407)
Ernst-Reuter-Allee 16
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung habe sich die Eltern gegenseitig zu Alleinerben bestimmt und die Schlusserben sollen die gemeinsamen Kinder sein.

Durch diese testamentarische Regelung sind alle leiblichen Kinder der Mutter auf den Pflichtteil gesetzt. Für die Kinder der Mutter aus der vorhergehenden Ehe ist dies ausdrücklich so bestimmt.

Vorbehaltlich des genauen Wortlautes des Testaments ist davon auszugehen, dass sich der Pflichtteilsanspruch auf den Nachlass der Mutter bezieht. Maßgebend für die Berechnung ist daher allein der Bestand des Vermögens der Mutter zu deren Todeszeitpunkt. Dies umfasst deren Konten und bei Gemeinschaftskonten die Hälfte des Guthaben.

Nach dem Vater sind die Kinder der Mutter aus vorhergehender Ehe nicht pflichtteilsberechtigt, da diese hier auch nicht erbberechtigt sind.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 03.08.2015 | 07:41

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.

Gemäss Ihrer Antwort ist es also massgebend auf wen die Konten lauten oder? Es ist eben so dass unsere Eltern noch zu Lebzeiten ihr Haus verkauft haben, der Erlös dafür ging auf das Konto lautend auf unseren Vater, unsere Mutter hatte nur eine Vollmacht auf dieses Konto, als Kontoinhaber ist aber unser Vater eingetragen. Unsere Mutter hatte noch zwei Konten auf sie lautend mit geringen Vermögen darauf. D.h. die beiden Kinder der Mutter aus erster Ehe haben nur Anspruch auf diese beiden Konten wenn ich Sie richtig verstanden habe.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.08.2015 | 08:08

Ja, maßgebend ist, wer Kontoinhaber ist. Demzufolge haben die Kinder grundsätzlich nur Anspruch auf den Pflichtteil bezüglich der zwei Konten.

Ob sich aufgrund besonderer Umstände oder einer etwaigen Vermögensverwaltung hinsichtlich des Erlöses des Hausverkaufes eine andere rechtliche Bewertung vorzunehmen ist, insbesondere dann, wenn beide Eltern vormals gemeinsam Eigentümer waren, lässt sich im Rahmen einer Online-Beratung nicht abschließend prüfen und bewerten.

ANTWORT VON

(407)

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