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Erbangelegenheit


19.11.2007 08:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Hatte mit meinem Mann, der 2006 verstorben ist, ein Testament auf gegenseitiges Erbe aufgesetzt, das vom Amtsgericht bestätigt wurde und dem die Kinder nicht widersprochen hatten. Ein Kind möchte jetzt sein Erbe ausgezahlt haben. Was steht ihm zu nach der gesetztlichen Lage. Es geht um ein Haus mit Grundstück.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Der von Ihnen geschilderte Sachverhalt ist recht kurz formuliert. Ich gehe jedoch davon aus, dass bei Ihnen ein sog. Berliner Testament vorliegt, dessen Grundsatz in der gegenseitigen Erbeinsetzung von Eheleuten und der gleichzeitigen Bestimmung eines oder mehrerer Schlusserben für das gesamte, gemeinsame Vermögen nach dem Tod des Letztversterbenden liegt.

Der Schlusserbe (regelmäßig die Kinder) haben bis zum Tod des letztversterbenden Ehegatten keine eigene Erbenstellung.
Als überlebende Ehegattin sind Sie an die gemeinsamen, wechselseitigen Verfügungen des Testaments gebunden, können aber grundsätzlich über das gesamte Vermögen frei verfügen.

Nach dem Tod Ihres Mannes haben die Kinder als Schlusserben einen Pflichtteilsanspruch.
Sollte nur ein Abkömmling diesen Anspruch geltend machen, wären die anderen Kinder in der Weise benachteiligt, dass sie nur den um diesen Anspruch verminderten Nachlass erwerben könnten.

Vor diesem Hintergrund wird regelmäßig im Testament eine Pflichtteilsstrafklausel verfügt, um den Berechtigten von der Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs abzuhalten, damit die übrigen Erben nicht benachteiligt werden.
Es entzieht sich jedoch meiner Kenntnis, ob Sie bei der Aufsetzung Ihres Testaments eine derartige Klausel bedacht haben.

Der Pflichtteil selbst beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Wenn Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt und zwei Kinder haben, wäre die Erbteilsquote jedes gleichberechtigten Kindes 1/4, die Pflichtteilsquote somit 1/8.
Bei Gütertrennung beliefe sich die Erbteilsquote jedes gleichberechtigten Kindes auf 1/3, die Pflichtteilsquote somit auf 1/6.

Insgesamt müsste das von Ihnen und Ihrem Mann aufgesetzte Testament eingesehen werden, um Ihnen eine verbindliche Aussage geben zu können.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2007 | 09:40

Ich bitte Sie, mir noch mitzuteilen, ob ich von dem Nachlaß meines Mannes, also der Hälfte des Hauses und des Grundstückes auch erbe oder geht das alles an die 3 kinder?Swaantje Maniatis

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2007 | 10:25

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn ein sog. Berliner Testament - wie in meiner Antwort beschrieben - vorliegt, haben die Kinder als Schlusserben bis zu Ihrem Ableben keine eigene Erbenstellung.
Nach dem Versterben Ihres Mannes sind daher zunächst Sie Erbe geworden.

Sollten Sie hinsichtlich der testamentarischen Verfügung weiter unsicher sein, so kontaktieren Sie mich gerne unter meiner unten angegebenen E-Mail-Adresse.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
Tel. 040/31797380
Fax: 040/312784

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