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Eplus verweigert Reparatur / Austausch eines iPhone 5 trotz Sorglospaket

14.05.2014 14:37 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich habe im Juni letzten Jahres ein iPhone 5 bei Base / Eplus mit einem sogn. Sorgloaspaket gemietet. Nun habe ich vor ca. 2 Monaten einen Totalschaden des Telefones gehabt, der sich wie folgt abspielte:

Das Handy fiel mir aus der Brusttasche, als ich gerade dabei war einen Hubwagen mit einer schweren Palette zur Seite zu schieben. Vor Schreck ließ ich diesen los, um das Handy aufzuheben. Der Hubwagen rollte zurück und traf das Handy. Da das Telefon auf einer Bordsteinkante lag, ist dabei nicht nur das Display kaputt geganden, sondern das Ganze Gehäuse hat sich verformt und verbogen.
Nun bin ich daraufhin in den Base Shop und habe das iPhone zur Reparatur / Austausch abgegeben. Dort sagte der Mitarbeiter, daß es evtl. noch Rückfragen geben könne, das Gerät allerdings ausgetauscht werden müße. Es handelte sich schließlich um einen Totalschaden. Einige Tage später bekam ich aus dem Shop eine Mail zur Abholung meines Gerätes.
Leider bekam ich das unreparierte Gerät wieder in die Hand gedrückt, mit der Aussage, Reparatur / Austausch verweigert. Es handle sich um unsachgemäßen Gebrauch. Kosten für die Diagnose - 19,50 Euro.
Ich hatte bis heute unzählige kostenpflichtige Anrufe bei der Hotline, Beschwerdemail und letztendlich Einschreiben per Post mit Bildern zum Hergang. Leider bekam ich nicht einmal eine Rückantwort.
Hier der Link zu den AGB des Sorlospaketes:

http://www.vybemobile.de/downloads/Leistungsbeschreibung_AGB_Sorglos-Paket.pdf

Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um einen Schaden nach Punkt 2b. Ausserdem habe ich auch nicht grob fahrlässig gehandelt, was zu einem Ausschluß füren könnte.

MfG

14.05.2014 | 15:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworte:

Grundsätzlich handelt es sich um einen Sturzschaden, der nach Ziffer 2 b) gedeckt sein sollte. Hier ist es allerdings so, dass die eigentliche, erhebliche Beschädigung erst nach dem Sturz durch einen weiteren Umstand, nämlich der Überrollen mit dem Hubwagen, hervorgerufen wurde. Meines Erachtens verwirklicht sich in diesem "Überrolltwerden" noch eine typische Gefahr des Zubodenfallens eines empfindlichen Gerätes. Beispielsweise hätte das Handy auch in einer engen Einkaufspassage herunterfallen können und eine weitere Person wäre darauf getreten. Auch dies würde ich noch als Sturzschaden betrachten. Würde man von der Leistung nur Schäden erfasst sehen, die durch den unmittelbaren Aufprall des Gerätes auf den Boden verursacht werden, demnach die mechanische Kraft, die durch die Gravitation wirkt, würden viele typische Sturzschäden außen vor bleiben. Eine solch enge Interpretation wäre aus meiner Sicht nicht sachgerecht.

Einen Ausschluss wegen grober Fahrlässigkeit kann ich nicht erkennen. Grobe Fahrlässigkeit setzt voraus, dass die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt ist. Dies ist vor allem anzunehmen, wenn etwas nicht beachtet wurde, was jedem in der gegebenen Situation ohne weiteres hätte einleuchten müssen (BGH NJW 99, 966) oder wenn ganz nahe liegende und einfache Erwägungen unterblieben sind oder leichtfertig Bedenken übergangen wurden, die sich aufgrund typischer Anzeichen für die Gefährdung geradezu aufdrängen mussten (BAG NJW 74, 949). Es muss also deutlich mehr Sorgfaltswidrigkeit erkennbar sein, als bei einfacher Fahrlässigkeit. Ihre Verhaltensweise ist aber eher einem nachvollziehbaren Reflex geschuldet und damit der leichten Fahrlässigkeit zuzuordnen. Es war auch nicht sicher voraussehbar, dass der Hubwagen das Handy unmittelbar überrollen würde.

Gerne können Sie mich zur anwaltlichen Geltendmachung Ihrer Ansprüche beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen,


Christian Schilling
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Schilling

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