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Eon Avacon will den Strom abstellen,verhinderbar?

21.05.2008 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Damen und Herren!Ich habe hier ein grosses Problem,was dringend geklärt werden muss!
Eben bekam ich einen Brief von der EON Avacon,in diesem steht,das sie die Strom und Gasversorgung am 28.05.2008 einstellen wollen,wenn ich nicht den offenen Gesambetrag von 1881,26 Euro zahle! Mir ist nicht ersichtlich wie sich diese Forderung zusammensetzt und mir ist es auch absolut nicht möglich diese innerhalb einer Woche zu begleichen!Eine Mahnung habe ich nicht bekommen,in der die Einstellung angekündigt wird!Auf telefonische Anfrage bei der EON wurde mir gesagt,das eine Ratenzahlungsvereinbarung nicht gemacht wirdWir haben ein 3 Monate alten Säuglich zu Hause,ist es somit ohne weiteres Möglich den Strom und Gas abzustellen(immerhin sind wir bzw. mein Sohn zb. auf warmes Wasser angewiesen,wegen der Fütterung u.s.w)?Müssen nicht zwischen Ankündigung und Ausführung mindestens 14 Tage verstrichen sein?Zudem habe ich mal gelesen,das die Forderung solange nicht gültig ist,bis es einen Vollstreckungstitel seitens eines Gerichtes gibt!Ich habe keinen "gelben Brief" erhalten,zu dem gehört es hier aber auch zur Tagesordnung,solche Briefe einfach in den Briefkasten zu werfen,anstatt den Empfang gegenzeichnen zu lassen!Ist es möglich eine einstweilige Verfügung einzuholen um das Abstellen des Stromes zu verhindern?ich bin grundsätzlich bereit die Forderung zu begleichen, 1. Wenn mir ersichtlich ist,worauf die Forderung beruht und 2. Wenn es mit Ratenzahlung vereinbar ist! ich bitte dringlichst um Hilfe!Mfg

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Der Energieversorger kann eine Versorgung unter den Voraussetzungen des § 33 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden (AVBEltV) einstellen. Dies ist insbesondere bei Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung trotz Mahnung möglich. Dann ist der Energieversorger berechtigt, die Versorgung zwei Wochen nach Androhung einzustellen.
Dies gilt jedoch nicht, wenn der Kunde darlegt, dass die Folgen der Einstellung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen, und hinreichende Aussicht besteht, dass der Kunde seinen Verpflichtungen nachkommt.

Bei einer offenen Forderung von ca EUR 1.900 ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der Energieversorger zu einer solchen Sperrung auch berechtigt ist. Für Sie bedeutet dies, erst wenn Sie Ihre gesamten Schulden bei dem Energieversorger beglichen haben, muss er Sie wieder versorgen. Einen Anspruch auf Ratenzahlungsvereinbarung verbunden mit Weiterbelieferung haben Sie nicht.

Da Sie keine Mahnung erhalten haben, sollten Sie den Energieversorger darauf aufmerksam machen. Droht weiterhin eine Sperrung können Sie mittels einstweiliger Verfügung versuchen diese zu verhindern, da keine Mahnung erfolgte. Damit wird jedoch, wenn überhaupt, nur eine Verzögerung der Sperrung möglich sein, da der Energieversorger die Mahnung mit Sperrungsandrohung sofort nachholen wird.

Sie können auch beim zuständigen Sozialleistungsträger (z. Bsp. Sozialamt) beantragen, dass Ihre Altschulden übernommen werden und Sie dann die Raten an den Sozialleistungsträger zahlen.

Weiterhin sollten Sie den Energieversorger auffordern, eine Auflistung der offenen Forderungen zu überlassen, um sich ein Bild machen zu können wie die Forderung zustande gekommen ist.

2.
Hinsichtlich eines Vollstreckungstitels müssen Sie unterscheiden zwischen der Durchsetzung der offenen Forderungen und der Weiterbelieferung mit Energie. Der Energieversorger benötigt um seine Forderungen gegen sie durchzusetzen einen Titel. Ein solcher ist in Ihrem Falle aber gar nicht notwendig, da der Energieversorger die Forderung vorerst gar nicht gerichtlich durchsetzen will. Er beschränkt sich darauf die Weiterbelieferung mit Energie einzustellen. Dafür wird kein Titel benötigt. Da Sie (vermutlich) Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen sind, hat auch der Energieversorger das Recht seine Lieferverpflichtungen vorerst einzustellen; § 33 AVBEltV.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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