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Entzug des Doktorgrades?

| 02.06.2008 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


17:56

Die Situation:
Ich bin promovierter Naturwissenschaftler und lebe gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin und deren 14-jährigem Sohn zusammen. Dabei fülle ich die Rolle des Ersatzvaters seit vier Jahren aus. Meine Partnerin ist geschieden und der leibliche Vater (entfernt lebend) kümmert sich kaum bzw. nur in schädlicher Weise um den Sohn. Erziehungsarbeit/-verantwortung übernehme ich in vollem Maße und auch gerne. Unser Verhältnis ist gut.

Das Dilemma:
Doch die Pubertät hat hart zugeschlagen und das Kind ist groß und stark gewachsen. Es gibt wenige Extremsituationen (aber es gibt sie), denen ich extreme Maßnahmen gegenüberstellen werden muss, um die Grenzen zu verdeutlichen.

Die Maßnahme:
Mir schwebt eine klassische spontane Ohrfeige vor (hatte er nie). Eine kleine Läsion des Mundinnenraums (Zahnspange) soll in Kauf genommen werden.

MEINE FRAGE:
Kann die obige Maßnahme (im schlimmsten Fall) zum Verlust meines Doktortitels führen?

Bemerkung:
Ich bin nicht vorbestraft. Es laufen keine Verfahren. Mein Leumund ist einwandfrei.

02.06.2008 | 17:33

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Nach dem Gesetz über die Führung akademischer Grade kann der Titel wieder entzogen werden, wenn sich der Inhaber als unwürdig erwiesen hat, diesen zu tragen. Zuständig hierfür ist die Universität, an welcher der Titel verliehen worden ist. Wann genau diese "Unwürdigkeit" vorliegt, bestimmt das Gesetz selber nicht. Gleichwohl muss zumindest ein Zusammenhang bestehen zwischen einer von Ihnen begangenen Handlung und dem Fachbereich bzw. Studiengang. Beispiel hierfür wäre z.B. ein Entzug des Doktortitels eines Arztes, der aktive Sterbehilfe begangen hat. In Ihrem Fall ist kein Zusammenhang erkennbar, so dass wohl auch nicht mit einem Entzug des Titels zu rechnen wäre.

Gleichwohl empfehle ich Ihnen DRINGEND, von der beabsichtigten Maßnahme Abstand zu nehmen. Denn Sie würden sich der Körperverletzung gemäß § 223 StGB strafbar machen, zumal eine Verletzung des Mundinnenraums in Kauf genommen wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. gerne stehe ich Ihnen für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021


Rückfrage vom Fragesteller 02.06.2008 | 17:52

Vielen Dank Herr Mameghani,

für die sehr informative Antwort. Ich schätze Ihren Rat zur Abstandnahme von der Maßnahme und schließe eine Planung definitiv aus.

Um zu bewerten, ob ich auch einer Affekthandlung vorbeugen sollte, interessiert mich dennoch die höchste anzunehmende Strafe bei

- Einmaligkeit
- Affekt
- geringster Verletzung

im Sinne § 223.

Viele Grüße
Sebaldus Friedwart
<Pseudonym - nicht der richtige Name>

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.06.2008 | 17:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie bitte Verständnis dafür, dass die Nachfrage mit der Ausgangsfrage in nahezu keinem Zusammenhang steht. Darüber hinaus ist eine Prognose an dieser Stelle absolut nicht möglich, da Ihr Einkommen nicht bekannt ist, die genauen Umstände geklärt werden müssten, die zu der Tat geführt haben, die Schwere der Verletzung abgewogen werden muss etc. Gerade bei solchen Taten verhängen die Gerichte jedoch zumeist sehr empfindliche Geldstragen für Ersttäter.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

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