Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Entwurf eines Mieterhöhungsverlangens

| 24.07.2012 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ich würde gerne meine Wohnung mit folgendem Text erhöhen: Ist dies so zulässig?

Der durchschnittliche Mietpreis in Germersheim liegt bei 7,73 €/m². Aufgrund der Wohnfläche von 26m2 würde die Kaltmiete 201 EUR betragen.
Die Kaltmiete bei Ihnen beträgt bei Ihnen 105 EUR Monat. Diese wird ab dem 01.08.2012 um 20 Prozent (23 EUR) auf 128 EUR erhöht.
Zusätzlich sind die Betriebskosten von 105 auf 123 EUR gestiegen, sodass sich eine neue Miethöhe von 251 EUR ergibt
Die Zustimmung zur Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete kann der Mieter laut Bürgerlichem Gesetzbuch (§ 558) nicht verweigern.
Bitte ändern sie Ihren Dauerauftrag dementsprechend ab.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Angaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung nicht ersetzen.

Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Vorab ist zu Berücksichtigen, dass das Zustimmungsverlangen des Vermieters zur Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete eine Überlegungsfrist des Mieters in Gang setzt. In dieser Frist kann der oder die Mieter, die Begründetheit der Mieterhöhung überprüfen. Stimmt dann der Mieter dem entsprechenden Erhöhungsverlangen bis zum Ablauf des 2. Kalendermonats, ab dem Zugang des Verlangens, nicht zu, so können Sie bis zum Ablauf von drei weiteren Monaten auf Zustimmung Klagen. Dem Mieter steht jedoch ein Sonderkündigungsrecht zu, gem. § 561 Abs.1 BGB. Wenn der Mieter von diesem Recht gebrauch macht, tritt keine Mieterhöhung ein.

Folgende Texte würde ich Ihnen für die Mieterhöhung und Nebenkostenerhöhung empfehlen:

1. Mieterhöhung für die Wohnung...

Sehr geehrte/r....

Ich bin berechtigt, eine Erhöhung der mit Ihnen vereinbarten Miete zu verlangen, wenn üblicherweise für vergleichbare Wohnungen eine höhere Miete gezahlt wird und die Miete zum Zeitpunkt der Mieterhöhung seit 15 Monaten unverändert ist und seit der letzten Mieterhöhung mindestens 1 Jahr vergangen ist.
Die Miete beträgt derzeit ohne Nebenkosten 105,00 Euro Euro. Die Wohnfläche Ihrer Wohnung beträgt 26m2. Derzeit ergiebt sich ein Mietpreis von 4,03 Euro pro m2. Es fand seit einem Jahr keine Mieterhöhung statt.
Ausweislich des Mietspiegels der Stadt... beträgt die ortsübliche Vergleichsmiete, für Wohnungen mit vergleichbarer Ausstattung, 7,73 Euro/m2. Unter Berücksichtigung der Kappungsgrenze gem. § 558 Abs.3 BGB beträgt die Miete ohne Nebenkosten ab dem..., 128,00 Euro. Ich bitte Sie, die neu berechnete Miete auf das Ihnen bekannte Mieterkonto zu überweisen, bzw. den Dauerauftrag zu ändern.

2. Erhöhung der Betriebskosten:

Sehr g...

Aufgrund der Erhöhung der Betriebskoster für..., bin ich gezwungen diese Erhöhung anteilig auf Sie umzulegen.Es haben sich seit der letzten Anpassung nachfolgende Nebenkosten erhöht: (konkrete Erhöhung nennen: Müllabfuhr, Abwasser....) Diese haben sich von... auf .... erhöht.
Der Anteil, der auf Ihre Wohnung fällt beträgt ...%. Die von Ihnen zu zahlende monatliche Vorauszahlung erhöht sich um... Euro von... Euro auf... Euro. Ich fordere Sie auf, ab dem .... den Vorauszahlungsbetrag für die neu berechneten Nebenkosten mit dem neuen Mietzins von.... Euro auf das Ihnen bekannte Konto zu überweisen. Nachweise für die Erhöhung können nach vorheriger Terminabstimmung, bei mir eingesehen werden.


Sie sollten sicherstellen, dass diese beiden Schriftsätze dem bzw. allen Mietern zugehen. Überdies müssen die in den Schreiben genannten Voraussetzungen auch tatsächlich vorliegen:

Unveränderte Miete seit 15 Monaten; Einhaltung der Kappungsgrenze gem. § 558 Abs.3 BGB.


Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen. Wenn Sie Nachfragen haben, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 24.07.2012 | 21:12

Sehr geehrter Ratsuchender,
eine kleine Ergänzung noch: Die Miete erhöht sich sich ab Beginn ( erster Tag ) des dritten Kalendermonats nach Zugang. Wenn die Schreiben z.B morgen zugehen, erhöht sich die Miete dann am 01. Oktober 2012. Es müssen also mind. zwei Monate dazwischen liege (Überfrüfungsfrist) Sie sollten also den 01. Oktober in Ihrem Mieterhöhungsverlangen nennen. Nur zur Klarstellung.Schönen Abend noch.

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.07.2012 | 21:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Perfekt jederzeit wieder"
FRAGESTELLER 24.07.2012 5/5,0