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Entwicklung von Unterrichtskonzepten für den Arbeitgeber - hat der AG nach Erstellung das Urheberrec


04.12.2007 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht



Hallo, ich soll im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung zwei Unterrichtskonzepte entwickeln. Gehören diese Konzepte, die sich aus gestelltem Material (Bücher etc.)- aber hauptsächlich aus eigenen Ideen zusammensetzen- nach der Fertigstellung ausschließlich meinem Arbeitgeber, da er die Arbeitszeit bezahlt hat? Danke!
Sehr geehrte Fragestellerin,

soweit die von Ihnen erstellten Unterrichtskonzepte als Werke i.S.d. UrhG angesehen werden (was auf den ersten Blick möglich erscheint), wären Sie als Erstellerin auch deren Urheberin i.S.v. UrhG. Das gilt auch in Arbeitsverhältnissen.

Allerdings hat der Arbeitgeber dort i.d.R. ein vertraglich vereinbartes Nutzungs- und Verwertungsrecht hinsichtlich Ihrer Werke. Reichweite und Umfang bestimmen sich nach den individuellen arbeitsvertraglichen Regelungen und Gegebenheiten.

In der Praxis sieht es meist so aus, dass der Arbeitgeber über das eigentlich fremde Werk urhebergleich verfügt (allerdings eben eigentlich "nur" aus seinem Nutzungs- u. Verwertungsrechts heraus) - und zwar auch nach Ende des Arbeitsverhältnisses. Dafür zahlt der Arbeitgeber letztlich dem Arbeitnehmer auch den Lohn.

Wenn Sie diese Konsequenz nicht wollen oder sich eigene Verwertungsrechte zurückbehalten wollen (z.B. um sich später selbständig zu machen), sollten Sie eine klare Regelung mit Ihrem Arbeitgeber anstreben. Das Recht dazu haben Sie, weil nur Sie Urheber sind und entscheiden können, wer/wann/wie Ihre Werke nutzt. Ob Ihr Arbeitgeber sich darauf einlässt, steht auf einem anderen Blatt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt. Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt
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