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Entwicklung und Druck Geschäftsunterlagen , Reklamation Druckunterlagen


| 25.01.2007 13:31 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Ich habe über eine Werbeagentur ein Corporate Identity erstellen lassen. Dazu sollten Druckunterlagen erstellt werden, um ein einheitliches Erscheinungsbild des Unternehmens zu gewährleisten. Muster dieser Unterlagen lagen mir vor. Die Druckunterlagen die ich erhielt, wichen jedoch erheblich von dem mir vorliegenden Muster ab. Ich reklamierte und man versicherte mir das die nächsten Unterlagen dem Muster entsprächen. Diese neuen Drucksachen hatten dann nochmals eine ganz andere Farbabweichung und so brachte ich die Unterlagen zurück. Die Agentur reagierte auf die Reklamtion insoweit das sie mir einen Preisnachlaß von ca. 10 % anbot. Erklärung war dann wie folgt: Da der Druck so günstig angeboten wurde müsste ich mit den Farbabweichungen rechnen. Eine Festlegung der Farben hätte ich zusätzlich bezahlen müssen. Darüber bin ich jedoch gar nicht informiert worden. Ich habe jetzt Druckunterlagen mit jeweils anderer Farbzusammenstellung vorliegen, die ich so nicht bestellt hätte. Angebot der Agentur lag schriftlich vor für die Erstellung und den Druck. Kein Hinweis auf AGBs, Vertrag mündlich geschlossen.
Jetzt soll ich die Unterlagen abnehmen und bezahlen. Auch für weitere Drucksachen müsste ich diese Farbveränderungen wohl hinnehmen. Muß ich bezahlen und die Druckunterlagen so abnehmen, obwohl sie nicht so sind wie vorgelegt und besprochen? Die drohen mir übrigens mit gerichtl. Schritten, wenn ich nicht zahlen sollte.
Kann ich reklamieren, zurücktreten und muß ich die Agenturleistung wie auch die Druckkosten bezahlen? Streitwert ca. für die Druckkosten 200,00 Euro.
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Es wird entscheiden darauf ankommen, was in dem Vertrag über die Erstellung der Corporate Identity vereinbart wurde. Grundsätzlich kann nicht davon ausgegangen werden, dass die zur Hinnahme von Farbweichungen verpflichtet sind, da ein einheitliches Erscheinungsbild ja gerade Sinn einer Corporate Identity ist. Es ist auch zunächst nicht Ihr Problem, dass der Druck zu einem geringen Preis angeboten wurde, da die Werbeagentur auch hier die zugesicherte Qualität – und von dieser konnte ausgegangen werden – gewährleisten muss.

Ob Sie die Abnahme des werkvertraglichen Teils verweigern können, hängt davon ab, ob mehr als nur unwesentliche Mängel gegeben sind. Dies kann aus der Ferne nicht abschließend beurteilt werden. Ihnen können aber Rechte zur Minderung oder auch zum Rücktritt vom Vertrag zustehen.

Ob der gesamte Agenturvertrag rückgängig gemacht werden kann, ist zweifelhaft, da ggf. mit einem neuen Druck (natürlich auf Kosten der Agentur!) das gewünschte Ergebnis erreicht werden kann.

Ich rate Ihnen dringend, einen Anwalt vor Ort mit der Durchsetzung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2007 | 21:35

Hallo,
Vertrag in schriftl. Form gibt es nicht, Entwurf wurde mir vorgelegt und so wollte ich die Unterlagen haben. Wie im Entwurf, mit den Farben. Was genau ist denn der werkvertragliche Teil? Die Druckunterlagen? Bisher liegt nur e-mail Schriftverkehr vor. Ist es besser die Reklamation mit Einschreiben schriftlich zu fixieren?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2007 | 22:25


Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn ein aufwendigerer Druck gewählt wird, ist ggf. das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Die Agentur hat ja eine ordnungsgemäße Vorlage erstellt, die nur nicht korrekt gedruckt worden ist. Dieses Werk haben Sie so nicht hinzunehmen.

Zur besseren Beweisbarkeit empfiehlt sich tatsächlich, die Reklamation per Einschreiben mit Rückschein zu tätigen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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