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Entwendung einer EC-Karte

| 26.01.2009 10:30 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Guten Tag,

meine Bekannte hat ich beschuldigt ihre EC-Karte entwendet zu haben.
Dieses war jedoch nicht der Fall, sondern sie hat nach einem Bankbesuch ihre Karte wohl nicht ordnungsgemäß eingesteckt und es ist versehentlich in meiner unten liegenden Tasche gerutscht. Hiervon haben wir anfangs beide nichts bemerkt. Da wir beide bei der gleichen Bank sind, sehen auch die Karten gleich aus.
Ich wollte dann abends Kontoauszüge ziehen und Geld abheben und ziehe ihre Karte ( zu dem Zeitpunkt wußte ich ja noch nicht, dass es ihre ist) und ziehe Kontoauszüge. Beim Blick auf die Kontoauszüge fällt mir auf, dass es nicht meine sind, und sehe mir daraufhin die Karte an und sehe dann auch das es die Karte meiner Bekannten ist.
Ich stecke die Karte und sie Auszüge ein und ziehe dann mit meiner Karte Geld.
Später will ich die anrufen um ihr zu sagen, dass ich ihre Karte habe, aber sie glaubt mir nicht und unterstellt mir Diebstahl. Am nächsten Tag erstattet sie Anzeige gegen unbekannt, obwohl sie weiß, dass ich die Karte habe. Die Karte habe ich dann bei der Bank abgegeben. Da ich ja die Kontoauszüge versehentlich gezogen habe, konnte die Polizei meine Person ermitteln.
Ich habe nun einen Strafbefehl über 300,-- € bekommen. Wenn ich nicht bezahle, soll ein Strafverfahren eröffnet werden.
Nun meine Frage: Ist das so rechtens? Es ist ja kein Schaden in dem Sinne entstanden. Ich habe nicht vorsätzlich die Karte benutzt und die Kontoauszüge gezogen und es wurde kein Geld abgehoben.

Letztendlich war es erstmal eine Unachtsamkeit von ihr, dass die
Karte nicht vernünftig verstaut wurde und dann vllt. eine Unachtsamkeit meinerseits, dass ich mir die Karte vor der Benutzung nicht angesehen habe. Aber wer rechnet denn mit sowas? Eine Straftat kann ich hier nicht erkennen.
Was kann ich tun?


Ich hoffe Sie können mir helfen. Danke

Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Nach Ihrer Schilderung dürfte Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen werden (§ 242 StGB ).

Aus Ihrem Sachverhalt ergibt sich jedoch, dass Sie Ihrer Bekannten die EC-Karte nicht weggenommen haben, sondern, dass diese zufällig in Ihre Tasche kam. Insofern ist der Tatbestand des Diebstahls schon mangels Wegnahme nicht erfüllt. Sie sollten sich daher überlegen, sich gegen den Strafbefehl zu wehren. Andernfalls würde dieser - nach Ihrer Schilderung - eine unberechtigte Verurteilung darstellen.

Sofern Sie sich gegen den Strafbefehl wehren möchten, können Sie innerhalb von 2 Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Eine entsprechende Rechtsbehelfsbelehrung sollte dem Strafbefehl beigefügt sein.

Erfolgt der Einspruch rechtzeitig, also innerhalb der 2-Wochenfrist, bestimmt das Gericht einen Termin zur Hauptverhandlung. Ist Ihnen der Diebstahl in der Hauptverhandlung nicht nachzuweisen, sind Sie freizusprechen. Zu beachten ist jedoch, dass das Gericht im Falle einer Verurteilung nicht mehr an die Höhe der im Strafbefehl ausgesprochenen Strafe gebunden ist. Mit anderen Worten, das Gericht kann eine höhere Strafe aussprechen, als zuvor im Strafbefehl festgesetzt.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen. Gerne bin ich bereit, Ihre Verteidigung zu übernehmen, sofern Sie dies wünschen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.01.2009 | 11:05

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