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Entsorgung von eingelagerten Autoreifen


19.12.2017 22:44 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe Winterreifen in 2015 in der Werkstatt einlagern lassen und für eine Saison gezahlt. Habe dann das Fahrzeug, ein Wohnmobil, in den zwei darauffolgenden Wintern nicht genutzt und deshalb die Winterreifen nicht aufziehen lassen Wollte nun die Winterreifen aufziehen lassen, da ich das Fahrzeug jetzt im Winter nutzen möchte. Man teilte mir mit, dass die Reifen entsorgt worden seien, da ich mich nicht gemeldet habe und in den Vertragsbedingungen darauf hingewiesen worden sei, dass die Reifen nach einem Jahr auf Kosten des Kunden entsorgt werden würden. Habe das überprüft und musste feststellen, dass das in dem Einlagerungsschein so steht. Allerdings habe ich das nicht unterschrieben. Ist so eine Klausel rechtens? Darüberhinaus finde ich es äusserst befremdlich, dass man mir nicht anständigerweise vor Entsorgung eine Mitteilung hat zukommen lassen, zumal meine Adresse bekannt ist. Ich bin dort seit mehr als dreißig Jahren Kunde und bekomme regelmäßig Werbung zum Thema Sommer— Winterinspektion etc. Die Reifen waren neuwertig (7 mm Profiltiefe ist im Einlagerungsnachweis angegeben) da ich sie lediglich einen Winter aufgezogen hatte, ohne damit gefahren zu sein. Den Wert der Reifen plus Felgen beziffere ich auf ca.500 €. Da ich über die Entsorgung keine Miiteilung bzw. Rechnung bekommen habe, obwohl dass ja so im Kleingedruckten formuliert ist, gehe ich davon aus, dass die Reifen wohl eher verkauft wurden. Meine Frage nun: Muss ich diese Vorgehenswesie grundsätzlich akzeptieren? Darf mein Eigentim ohne Vorwarnung oder schriftlichen Verweis entsorgt werden? Kann ich den Nachweis über die angebliche Entsorgung verlangen? Wenn dieser nicht erbracht werden kann, kann ich dann eine Entschädigung verlangen?

19.12.2017 | 23:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Richtig, Sie können Auskunft darüber verlangen, was genau mit den Reifen geschehen ist. Das muss man Ihnen nachweisen und so etwas sollte auch in solchen Fällen bei einer solchen Werkstatt möglich sein, wenn diese seriös arbeitet.

Ob die Klausel unterschrieben wurde oder nicht, ist dann nicht von Relevanz, wenn sie in den Vertrag wirksam mit einbezogen wurde, insbesondere dadurch, dass Sie die Möglichkeit der Kenntnisnahme hatten, was den Klauselinhalt anbelangt.

Unterstellt, das war so, ist zur Klausel selbst zu sagen, dass diese mir hinsichtlich der Jahresfrist keine Sorgen rechtlicher Art bereitet, aber dennoch deshalb so rechtlich nicht richtig sein kann, weil Sie in der Tat mindestens einmal unter angemessener Fristsetzung zur Abholung aufgefordert werden müssen.

Da Sie die Kosten der Entsorgung zu tragen haben, ist dieses notwendig und alles andere würde Sie unangemessen benachteiligen. Es ist auch gar kein hoher Aufwand für die Werkstatt.

Auch wenn die Klausel nicht gilt, könnte eine Entsorgung innerhalb eines Jahres stattfinden, dann aber ebenfalls nur, wenn man Ihnen eine Frist gesetzt hat. Beides ergibt sich aus Recht und Gesetz.

Das würde ich jetzt der Firma schreiben und Auskunft sowie Ersatz ausgerichtet an dem Zeitwert der Reifen verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2017 | 11:08

Sehr geehrter Herr Heisterberg, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich hätte noch eine Zusatzfrage bezüglich der rechtlichen Möglichkeiten, wenn die Firma auf meine schriftliche Aufforderung nach angemessener Erstattung der Kosten, nicht oder inhaltlich ablehnend reagieren sollte. Würde es dann Ihrer Einschätzung nach aussichtsreich sein, über Inanspruchnahme eines Rechtsbeistands zu klagen? Gibt es dazu evtl. Bereits Grundsatzurteile auf die man sich ggf. beziehen könnte, so dass die Firma dadurch unter einen gewissen Druck käme meiner Forderung nachzukommen?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2017 | 09:37

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Hinsichtlich etwaiger Grundsatzurteile müsste ich gesondert nachsehen, was leider einen gesonderten Auftrag erfordert. Dennoch halte ich die Klausel für unwirksam, da wie gesagt es mindestens einmal erforderlich ist, dass Sie hier hinsichtlich der Abholung der Reifen angeschrieben werden müssen, bevor eine Entsorgung stattfinden kann. In dieser Hinsicht kann man derart gut argumentieren, dass Sie unangemessen durch diese Klausel benachteiligt werden und deshalb einen Anspruch auf Ersatz haben.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen Daniel Hesterberg Rechtsanwalt

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