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Entschädigung wegen Notlandung

26.10.2008 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht



Am 18.10.2008 sind wir für 1 Woche mit Oeger Tours um 05:50 Uhr ab Frankfurt in die Türkei in den Urlaub geflogen.Das Flugzeug der Airline XL Airways Germany musste wegen eines Triebwerkschadens in Belgrad notladen. Es war eine dramatische Landung, das brennende Triebwerk wurde mit Schaum gelöscht und wir verliessen das Flugzeug über die Notrutsche. In Belgrad wurden wir von der Flughafenverwaltung gut versorgt, mussten aber 13 Stunden auf ein Ersatzflugzeug warten. Die Ankunft im Hotel war anstatt 12:00 Uhr nun 24:00 Uhr. Ein Koffer wurde beschädigt. Den Schock haben wir bis heute noch nicht ganz verarbeitet und die Angst, ein Flugezeug zu besteigen ist geblieben.

Frage: Kann man eine Entschädung für dieses Ereignis verlangen?
entgangener Urlaubstag ? Schock ?

Guten Tag,

Wegen der verspäteten Ankunft können Sie den Reisepreis mindern, d. h. einen Teil des gezahlten Reisepreises zurückfordern. Nach der »Frankfurter Tabelle zur Reisepreisminderung« beträgt die Minderungsquote ab der fünften Stunde für jede weitere Stunde Verspätung 5% des Tages-Reisepreises. Das wäre allerdings wohl nur der Mindestbetrag. Hier kommt ein Aufschlag wegen der besonderen Umstände in Betracht, da durch den Beinahe-Absturz beim Hinflug der Erholungszweck der Reise insgesamt beeinträchtigt wurde.

Darüber hinaus kommen auch Schadensersatzansprüche in Betracht. Allerdings müsste der wegen der Notlandung erlittene »Schock« eine medizinische Behandlung notwendig gemacht haben. Wenn Sie entsprechende ärztliche Atteste vorweisen können, dann können Sie die Behandlungskosten erstattet verlangen sowie zusätzlich ein Schmerzensgeld beanspruchen.

Als Anspruchsgegner kommen sowohl der Reiseveranstalter als auch die Fluggesellschaft in Betracht. Zu beachten ist für den Schadensersatzanspruch, dass dieser grundsätzlich ein Verschulden voraussetzt. Dieses wird zu Ihren Gunsten zwar zunächst vermutet, die Vermutung kann aber widerlegt werden. Wenn also die Gegenseite darlegen und beweisen kann, dass der Triebwerksbrand auch durch Beachtung der üblichen Sorgfaltspflichten nicht hätte abgewendet werden können, dann müsste die Schadensersatzklage abgewiesen werden. (Die o. g. Minderung ist davon übrigens nicht berührt, da sie kein Verschulden voraussetzt.)


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt


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ra-juhre@web.de

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