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Entschädigung für geerbten Schmuck in der Hausratversicherung

28.10.2009 21:30 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Bei einem Einbruch sind mir 3 Schmuckstücke im Werte von 3200 Euro entwendet worden. Da es Erbstücke sind, kann ich leider keine Belege vorweisen. Ich habe alle Obliegenheiten als Versicherungsnehmer erfüllt ( 2 Zeichnungen angefertigt und ein Bild, dass einem gestohlenen Armband entsprach, aus dem Internet entnommen). Nach Rücksprache mit einem Juwelier, bei dem ich mir ähnliche Schmuckstücke angesehen habe, habe ich eine
Bestätigung erhalten, das unser gestohlener Schmuck den Wert von 3200 Euro hat. Dieser Ersatzbelege will unsere Versicherung nicht akzeptieren. Ist aber bereit, da ich ein langjähriger redlicher Kunde und wenig Schäden verursacht habe, mir eine Kulanzentschädigung von 50 % zu zahlen. Besteht eine Chance auf Erhalt des Restwertes?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage anhand Ihrer Schilderung wie folgt:

Im Hinblick auf Ihre Ausführungen gehen ich zunächst davon aus, dass die grundsätzliche Eintrittspflicht Ihrer Versicherung nicht in Frage steht.

Nach § 18 AHB hat die Versicherung bei abhanden gekommenen Sachen grundsätzlich den Wiederbeschaffungswert von Sachen gleicher Art und Güte zu erstatten. Allerdings müssen Sie nachweisen, welche Sachen Ihnen abhanden gekommen sind. Bei Dingen des täglichen Bedarfs (beispielsweise Stereoanlage) ist sodann die Bestimmung des konkreten Wertes in der Regel kein Problem. Denn hiervon lässt sich leicht der entsprechende Preis ermitteln, nachdem vergleichbare Artikel noch "auf dem Markt" sind.

Bei hingegen Schmuck wie in Ihrem Fall gibt es grundsätlich kaum konkrete Vergleiche, da insbesondere ältere Schmuckstücke in der Regel Unikate sind. Sie stehen sodann vor dem Problem, konkret darlegen zu müssen, was für ein Schmuck (Größe, Material, Verarbeitung etc.) entwendet wurde. Nachdem anschließend ein Fachmann lediglich anhand der ermittelten und zusammengestellten Fakten eine Bewertung vornehmen müsste, ist dies durchaus problematisch.

Sofern eine Einigung mit Ihrer Versicherung nicht zustande kommt, müssten Sie Ihren Anspruch gerichtlich geltend machen. Dabei müssten Sie zunächst wie erwähnt darlegen, was für ein Schmuck entwendet wurde. Ihre eigenen Angaben sind dabei nur bedingt hilfreich, wichtig wäre insbesondere, etwa Lichtbilder und vor allem Zeugenaussagen zum Aussehen, der Größe, dem Material und sonstigen wertbeeinflussenden Faktoren beizubringen. Sodann müsste ein Sachverständiger anhand der dann festgestellten Fakten eine Bewertung vornehmen.

Leider kann im Vorfeld keine seriöse Aussage darüber getroffen werden, was diese Ermittlungen ergeben. Sofern Sie sicher sind, mittels entsprechender Nachweise (z. B. Zeugen) den Schmuck äußerst konkret beschreiben zu können, damit ein Fachmann eine realistische Wertschätzung vornehmen kann, könnte ein Rechtsstreit durchaus positiv enden.

Das ist allerdings natürlich auch der Versicherung bekannt. Sofern Sie einen Rechtsstreit vermeiden wollen, sollten Sie unter erneutem Hinweis auf die von Ihnen beigebrachten Fakten auf deren "Gerichtsfestigkeit" hinweisen. Sodann könnte ggf. mit der Versicherung eine Einigung erzielt werden, indem diese ihr Angebot nochmals verbessert. Auf jeden Fall schätze ich Ihre Ausgangssituation besser ein, wenn Sie diesen Weg mit anwaltlicher Begleitung beschreiten. Sie sollten daher einen Anwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Vertretung beauftragen und diesen nach einer ausführlichen Besprechung ggf. mit der Geltendmachung Ihrer Forderung beauftragen.

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