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Entschädigung Flugverspätung / außerhalb 261/2004

16.11.2018 21:45 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Guten Tag,
Bitte um Übernahme des Mandats zur Einforderung einer Teilgutschrift zu einer über Lufthansa getätigten Flugbuchung.

Mndestforderung an LH ist die Erstattung von 1/3 des getätigten Flugpreises = 500€

Mir ist bewusst, dass kein Anspruch aus der EU Verordnung 261/2004 beansprucht werden kann aber ich denke dass das (Fehl-)Verhalten von Lufthansa bzw des beauftragten carriers doch zumindest eine teilweise Nichterfüllung des geschlossenen Vertrages mit daraus resultierender (Teil-)Erstattung erfüllt.

Folgend meine letzte Woche Mittwoch an Customer.care@lufthansa.de versendete E-Mail:

„...Folgend der Ablauf des Rückflugs:

bestätigter Ablauf des Rückfluges der auf LH.com getätigten Buchung:
e-ticket Hin- und Rückflug 220-Xxxxxxxx-96
05.11.18 COK-BOM 20:10-22:20 Air India (AI055)
06.11.18 BOM-ZRH 01:20-06:10 Swiss (LX155)
06.11.18 ZRH-DUS 07:25-08:44 Swiss (LX1016)

Am 05.11.18 15:43 habe ich per SMS von Air India die Information erhalten, dass das Flugsegment COK-BOM AI055 erst um 21:45 startet und um 23:45 in BOM landen wird.

Aufgrund der angekündigten Verspätung habe ich Ihre Hotline kontaktiert und um Umbuchung auf den Flug BOM-FRA LH757 02:55-07:20 / FRA-DUS LH074 09:25-10:15 gebeten.
Die connection time der ursprünglichen Buchung von 2h (inkl. der angekündigten Verspätung AI055) wurde seitens Ihrer Hotline als "vollkommen ausreichend" abgecancelt und die gewünschte Umbuchung wurde verweigert.
Selbst mein Hinweis auf eine MCT in BOM von 2,5 Stunden wurde seitens der LH Hotline nicht berücksichtigt.

Nach dem checkin in COK habe ich eine Email der LH erhalten, dass ein dringender Rückruf zu meiner Buchung gefordert wird und auch bei bei dem darauf folgenden Anruf bei Ihrer Hotline ist die connection time als "knapp aber ausreichend" bestätigt worden.

Leider hatte der Flug AI055 eine zusätzliche Verspätung von über 30 Minuten, so dass ich erst am 06.11.18 um 00:15 in BOM gelandet bin und den Anschlussflug LX155 um ~15 Minuten verpasst habe.

Das ground personal der Swiss hat mich dann, nach erfolgter Stornierung der Immigration, ohne mein aufgegebenes Gepäck um ca. 01:45 Uhr am landside Air India Schalter in Mumbai "abgegeben" und keinerlei Anstalten gemacht sich um meinen Weitertransport zu kümmern.

Am Air india Schalter hat man meine in COK ausgestellten boarding passes an sich genommen und mich gebeten bis auf Aufruf im landside im Terminal zu warten.
Mein Hinweis, dass man eine Umbuchung auf den Flug LH757 (BOM-FRA 02:55-07:20) vornehmen kann wurde ohne Begründung abgewiesen.
Selbst mit Hinweis dass dieser Flug eine Verspätung hat (Abflug erst um 03:40!) wurde keine Umbuchung vorgenommen.
Selbst eine von mir geforderte Umbuchung auf den non Star alliance Flug KLM KL3814 (02:45) BOM-Amsterdam und KL1855 AMS-DUS (10:13) wurde seitens Air India verweigert, obwohl der checkin noch geöffnet war.

Seitens Air India wurde mir auf Anforderung meinerseits keine Verpflegung oder Kontaktmöglichkeit mit Lufthansa angeboten.

Um 04:00 habe ich am landside Air India Schalter erneut um Information eines Weitertransports nach Deutschland nachgefragt und mir wurde eine Umbuchung auf die Flüge AI125 BOM-FRA (10:00-14:00) und LH082 (16:20-17:00) angeboten.

Aufgrund mangelnder Alternativen habe ich diese Umbuchung unter Protest akzeptiert.
Die Bitte nach einem lounge voucher zur Auffrischung/Dusche wurde verweigert.

Lange Rede, kurzer Sinn - trotz Aufforderung meinerseits mit Verweigerung seitens Lufthansa den Flug auf den LH757 umzubuchen, der zusätzlichen Verspätung des Air India Fluges AI055 und schlussendlich die Weigerung Air Indias auf den KLM Flug KL3814 umzubuchen haben zu einer verspäteten Ankunft in DUS von 8,25 Stunden geführt.

Am schlimmsten habe ich, neben der deutlich verspäteten Ankunft, die absolut kundenunfreundliche Haltung der Lufthansa Hotline und des Air India Personals vor Ort empfunden. Von den Kosten für die Verpflegung in Mumbai und dem doch massiven Komfortunterschied einer long haul Beförderung zwischen LH/SWISS und Air India mal ganz abgesehen. (Die 787 BOM-FRA der Air india AI125 BOM-FRA war stellenweise mit Tape geflickt und die Verpflegung spottet ehrlicherweise jeder Beschreibung).

Für den ursprünglichen Anschlussflug BOM-ZRH LX155 habe ich kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen in Höhe von 150€ und für 26€ eine "kleine Aufmerksamkeit" für meine Mitreisende bestellt. Diese, aufgrund von Fehlern der Lufthansa/Air India, nicht nutzbaren Dienstleistungen in Höhe von 176€ sind neben der Verspätung von über acht Stunden in keinster Weise akzeptabel...."

Sehr geehrter Fragesteller,

Gerne übernehme ich die Einforderung von Schadensersatz für Sie.
Bitte übersenden Sie mir alle vorhandenen Unterlagen (gerne als Scan via E-Mail). Ich werde dann zeitnah Stellung nehmen und eine rechtliche Einschätzung (auch zu den entstehenden Kosten abgeben).

Wichtig wäre noch zu wissen ob Sie die Flüge einzeln gebucht haben oder ob Sie bei Lufthansa den gesamten Verkehr von Cochin an vereinbart haben.

Bitte teilen Sie mir auch mit, mit wieviel Personen Sie unterwegs waren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2018 | 19:49

Guten Tag Herr Krueckemeyer,
Danke für Ihr Angebot.
Bitte um eine vorherige Einschätzung der Kosten und der Erfolgschancen (anhand Ihrer Erfahrung bzw. bereits gefällter Urteile).

Das Ticket wurde, wie bereits geschrieben, mit einer Buchung auf LH.com gebucht.
Sowohl der planmäßig verlaufene Hinflug als auch der beschriebene nicht planmäßig verlaufene Rückflug Kochin-Mumbai-Zürich-Düsseldorf (nach Umbuchung in Mumbai Kochin-Mumbai-Frankfurt-Düsseldorf) ist je Mitreisenden über eine eTIx Nummer seitens Lufthansa bestätigt worden.
Die Buchung erfolgte für zwei Personen auf je einer eTix Nummer.

Danke vorab.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2018 | 20:27

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich schätze die Erfolgsaussichten als durchaus positiv ein.

Die Kosten richten sich nach dem letztendlichen Streitwert. Bei einer Förderung von 500€ lagen die Anwaltskosten für das gerichtliche Verfahren bei 157,68€, die Gerichtskosten betrügen 105€, das Prozessrisiko (Kosten bei vollständigem Unterliegen) läge somit bei 420,36€. (Zuzüglich eventuell anfallender Fahrtkosten).

Bitte nehmen Sie kurz via E-Mail Kontakt zu mir auf. Hierdurch entstehen Ihnen keine weiteren Kosten als die bereits entrichteten Gebühren bei Frag-einen-Anwalt. Prozesswesentliches möchte ich nicht in diesem offenen Raum diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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