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Entschädigung

| 10.11.2013 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


18:03
Der Erbfall ist eingetreten (Mutter; Vater schon länger verstorben). Erben sind mein Bruder und ich. Mein Bruder hat sich immer nur gemeldet, wenn er Geld brauchte oder krank war. So mußte ich seit 2003 die gesamte Pflege meiner Mutter (sowie Umbau der Wohnung etc.) alleine organisieren bis hin zur Heimeinweisung (schwere vaskuläre Demenz), was für mich mit einem durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitsaufwand von 2 - 3 Stunden verbunden war. Frage:
Habe ich einen Rechtsanspruch auf "Aufwandsentschädigung" an bzw. bei meinem Bruder und wenn ja, wie hoch ist der anzusetzen?
10.11.2013 | 17:29

Antwort

von


(1927)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen der Erbverteilung ist für Sie in Ausgleich gem. § 2057a BGB bestimmt:

Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen; § 2052 gilt entsprechend. Dies gilt auch für einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt hat.

Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

Eine genaue Aufrechnung aller einzelnen Leistungen, die der Abkömmling erbracht hat, sowie des Wertes der einzelnen Leistungen ist nicht erforderlich (BGHZ 101, 57, 64 = NJW 1988, 710).

Eine genaue Berechnung ist daher nicht möglich, sodass ein Gericht dieses zu schätzen hätte, in Abhängigkeit der o.g. Kriterien.

Oft kann dies aber damit verglichen werden, was eine entsprechende Arbeitskraft gekostet hätte.


Nachfrage vom Fragesteller 10.11.2013 | 17:46

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,
vielen Dank für diese erste Orientierung. Darin sprechen Sie von
einem Gericht. Ein solches wird doch erst tätig, wenn eine Klage vorliegt, oder? Das verstehe ich nicht. (Anders gedacht: muss ich meinen Bruder auf Ausgleich verklagen oder kann ich den Ausgleich vom Erbe gleich einbehalten?)
Mit freundlichen Grüssen
TC Bender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.11.2013 | 18:03

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben natürlich recht, dass kein Gericht notwendig sein wird, wenn Sie sich einig sein werden, allerdings dürfte das die Ausnahme sein, zumal der Anspruch lediglich geschätzt werden kann.

Wenn Sie sich aber einig werden können, dann ist dieses die optimale Lösung.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne auch weitere kostenfreie Nachfragen beantworte.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.11.2013 | 18:14

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"Der Anwalt hat die Lage sehr schnell erfasst und klar mit juristischen Belegen geantwortet. Insbesondere war er auch bei Verständnisfragen sehr entgegenkommend."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.11.2013
4,8/5,0

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ANTWORT VON

(1927)

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