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Entlohnung

24.10.2010 17:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


ich hatte im juli 2008 einen schweren arbeitsunfall, bei dem mir der rechte vorfuß amputiert wurde. nach langem genesungsprozess ging ich wieder in meinen alten job zurück. da dieser sehr laufaufwendig ist beschlossen die berufsgenossenschaft, mein chef und ich, mich in der firma umzuschulen. ich bekam einen reinen bürojob. die BG verpflichtete sich für die dauer von 2,5 jahren ein ausbildungsentgeld an die firma zu zahlen. jetzt, wo ich mitten in dieser ausbildung bin, tritt mein chef an mich heran um mir mitzuteilen, das ich nach den 2,5 jahren brutto 500 euro weniger gehalt bekommen soll. ich bin jetzt seit über 11 jahren in der firma beschäftigt.
kann ich mich gegen sowas wehren, oder ist das alles rechtens ?
mfg

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Einseitige Vertragsänderungen und Gehaltskürzungen sind grundsätzlich nicht rechtens.

Dazu müsste schon eine Änderungskündigung ausgesprochen werden.

Allerdings kommt es in erster Linie auf Ihren derzeitigen Arbeitsvertrag an, gegebenenfalls auch noch darauf, was Ihnen die BG zahlt.
Soweit Sie nach Ihrem Unfall und der Feststellung, dass Ihnen nur noch ein Bürojob zumutbar ist, einen geänderten Arbeitsvertrag geschlossen haben sollten, so gilt dieser.

Sie sollten sich alles schriftlich geben lassen und ebenfalls schriftlich antworten.

Fragen Sie nach der Begründung der "Lohnkürzung".

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

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