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Entlassung aus den Verbindlichkeiten der Immobilie


14.01.2005 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 1,5 Jahren habe ich mich von meinem Mann, mit dem ich 17 Jahre verheiratet war, getrennt. Unsere gemeinsame 5jährige Tochter, lebt mit mir in einem Haushalt.
Die Scheidung ist im Juli 2004 eingereicht worden.

Mein Nochehemann lebt in dem gemeinsamen Haus (Grundbucheintrag, jedem hälftig besitzend; Darlehensvertrag bei den Banken, bin ich auch zur Hälfte eingetragen).
Den monatlichen Abtrag in Höhe von €1.000,00 zahlt mein noch Nochehemann. Die Immobilie ist hoch belastet, es besteht bei den Banken noch eine Restschuld in Höhe von €140.646,00.

In einem Gespräch mit meinem Nochehemann zusammen mit der Bank im November 2004 wurde uns mitgeteilt, dass man mich aus den Verbindlichkeiten nicht entlassen kann. Es liegen nicht genug Sicherheiten vor, dar sich mein Nochehemann vor kurzem selbstständig gemacht hat. Mein Nochehemann wird finanziell von seinen Eltern unterstützt, um das Haus weiterhin abzuzahlen. Jedoch möchte er seine Eltern nicht als Bürgen oder Mitschuldnern eintragen lassen.
Die Bank hat uns geraten, die Immobilie auf dem freien Markt zu veräußern. Das kommt für meinen Nochehemann nicht in frage.

Wer gibt mir die Sicherheit, dass der monatliche Abtrag für das Haus immer pünktlich und in voller Höhe gezahlt wird und das bis zum Jahr 2030?
Seine Eltern beziehen beide Rente und niemand kann mir sagen, ob es mit der Firma jahrelang finanziell gut läuft.

Ich möchte als Miteigentümer der gemeinsamen Immobilie entlassen werden und mindestens die Summe ausgezahlt haben, die ich vor Jahren auch mit eingebracht habe. Dabei handelt es sich um die Hälfte der angesparten Bausparsumme(13.600,00) und eine Abfindung von meinem damaligen Arbeitgeber(7.900,00). Die Leistungen, die ich in natura mit eingebracht habe könnte man auch mit einbeziehen.

Für mein Nochehemann ist das alles kein Thema. Er ist in keiner Weise bereit mit mir zu verhandeln. Er zahlt den monatlichen Abtrag und ich soll mich damit zufrieden geben.

Kann ich meine Forderungen über den Zugewinnausgleich während der Scheidung geltend machen? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten, meine Vorstellungen zu realisieren?

Über einen guten Rat von Seiten Ihrer Kanzlei wäre ich sehr erfreut und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

S.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

eine Sicherheit, dass die Raten monatlich pünktlich gezahlt werden, haben Sie leider nicht. Sie haben hier das Problem, dass Sie den Vertrag mit unterschrieben haben und ohne Einwilligung der Bank aus dieser Schuld nicht entlassen werden können.

Sie können natürlich Ihrem Mann den Miteigentumsanteil übertragen (ev. gegen Zahlung Ihrer Einlagen) und er kann sich verpflichet, Sie von Verbindlichkeiten der Banken freizustellen. GLEICHWOHL kann die Bank sich aber trotzdem weiterhin an Sie halten.

Eine Möglichkeit wäre, wenn der Verkauf des Hauses am Veto Ihren Mannes scheitert, die Miteigentumsgemeinschaft klageweise aufzuheben.

Weitergehende Ansprüche sollten dann im Zugewinnverfahren geltend gemacht werden. Ob ein Zahlungsanspruch dann aber besteht, hängt von vielen Faktoren der Berechnung und Zahlen ab, die ohne genauere Unterlagen nicht festgestellt werden kann.

Ich rate Ihnen dringend, sich vor Ort an einen Kollegen zu wenden. Da ev. ein Anspruch auf Prozesskostenhilfe besteht (muss der Kollege überprüfen), sollten Sie auch nicht vor Kosten schrecken.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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