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Entlassung aus dem gemeinsamen Mietvertrag?

| 17.10.2008 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Ich bin wegen einer Lehrstelle nach Berlin gezogen, hab mit einer Freundin (auch Lehrling) eine Wohnung gemietet. Im September bin ich kurzfristig ausgezogen weil unser Ausbildungsbetrieb dicht gemacht hat und ich eine neue Lehrstelle gefunden habe. Dadurch konnte ich die 3 Monate Kündigungsfrist nicht einhalten. Wir stehen beide im Mietvertrag und meine Mitbewohnerin bleibt dort wohnen.
Der Vermieter verlangte ein formloses Schreiben mit meiner Kündigung und dass meine Mitbewohnerin dort wohnen bleibt.
Und das unterschreibt Sie einfach nicht. Sie verlangt das ich noch 3 Monate meinen Mietanteil zahle.
Sie hat mich dann so unter Druck gesetzt, mit den Worten sie kommt mir ein Stück entgegen, dass ich ein Schreiben unterzeichnete wo ich mich verpflichte noch für 2 Monate meine Miete zu zahlen.

Bin ich wirklich verpflichtet die Miete zu zahlen ???

Sie braucht doch nur bei ihrer BAB-Stelle, Arbeitsamt ihren Meitzuschuß neu beantragen. Das macht Sie einfach nicht weil ihr das zu lange dauert, wenn ich zahle geht das schneller.
Ich kann die Miete für 2 Wohnungen nicht aufbringen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Zur Mietzahlung sind Sie solange verpflichtet, wie der Mietvertrag besteht.

Soweit vorliegend keine anderen Kündigungsgründe in Betracht kommen, gilt die ordentliche Kündigungsfrist des § 573 c BGB, d.h. grundsätzlich die von Ihnen benannten drei Monate. Wenn Sie beide im Mietvertrag stehen können Sie zudem nur gemeinsam kündigen. Der Vermieter scheint Ihnen nun anzubieten, Sie alleine aus dem Mietvertrag zu entlassen, und Ihre Freundin weiterhin dort wohnen zu lassen. Dabei handelt es sich um einen Vertrag unter drei Personen, d.h. die Zustimmung auch Ihrer Freundin ist erforderlich. Denn auch Ihre Freundin darf auf die Kündigungsfristen vertrauen.

Wenn Sie daher keine andere einvernehmliche Lösung mit Ihrer Freundin erreichen können, dann sind Sie rein rechtlich verpflichtet, bis zum Ende des Mietverhältnisses, d.h. der Entlassung aus dem Mietvertrag, die (anteilige) Miete zu zahlen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -



Bewertung des Fragestellers 17.10.2008 | 13:22

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