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Entgangener Lottogewinn


06.09.2007 08:58 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe im Auftrag meiner Mutter, die am 22. Juni ihren Lottoschein für den Zeitraum 23.-27. Juni abgeben wollte. Außerdem wollte sie auch für die Zeit ihres Urlaubs im Juli spielen. Allerdings hätte sich die Spieldauer zweier Scheine überschnitten. Daraufhin bot die Annahmestellen-Leiterin ihr an, für sie die Scheine auf ihre Kundenkarte einzugeben, was sie - nach eigener Aussage - oft für Kunden macht. Meine Mutter nahm das Angebot gerne an und überließ ihr Kundenkarte und Lottoschein.
Nach der Rückkehr aus dem Urlaub ging sie am 13. Juli zur Annahmestelle, um Karte und Scheine abzuholen. Erst zu Hause bemerkte sie, dass der Schein für den Zeitraum 7.-11. Juli fehlte. Am nächsten Tag reklamierte sie das Fehlen und die Dame in der Annahmestelle versprach, ihren Mann den Papierkorb durchsuchen zu lassen und sie anzurufen, was sie nicht tat. Sie beruhigte meine Mutter aber, indem sie darauf hinwies, dass alle Scheine in München registriert sind. Tagelang rührte sich nichts, bis meine Mutter dann wieder vorsprach und nach dem Schein fragte. Inzwischen hatte sie die Zahlen verglichen und bemerkt, dass auf den fehlenden Schein 5 Richtige mit einem Gewinn von 3625,- Euro fielen. Daraufhin reagierte die Dame sehr ungehalten und verwies auf ihre 32jährige Tätigkeit in der Annahmestelle. Sie wolle es klären und sie anrufen, was wieder nicht geschah. Daraufhin nahm meine Mutter selbst mit der Lottozentrale in München Kontakt auf und erfuhr, dass kein Schein abgegeben wurde - weder auf Kundenkarte, noch anonym. Sie bekam die Auszüge zugeschickt.
Mit dieser Info sprach sie erneut in der Annahmestelle vor und bekam zur Antwort, dass die Dame das mit München klären wolle und sie dann anrufe. Meine Mutter solle sich nicht aufregen, sie bekäme schon ihr Geld. Wieder passierte lange nichts.
Am 17. August hat meine Mutter die Unterlagen der Lottozentrale abgeholt, die ihr die Dame wortlos übergab.
Am 22. August rief meine Mutter dann noch einmal an und erkundigte sich, was jetzt passieren solle. Daraufhin verlangte die Dame ihre Bankverbindung, die sie auch bekam. Bis zum 5. September passierte wieder nichts. Dann rief meine Mutter erneut an, um zu fragen, wofür die Bankverbindung eigentlich benötigt wurde (es gab keinerlei Kontobewegung diesbezüglich), was mit „die brauche ich“ entgegnet wurde.

Dass überhaupt noch irgendetwas passiert, glaube ich eher nicht, daher meine Frage an Sie:
Ist in irgendeiner Form ein Anspruch auf Schadenersatz möglich oder hat die Angelegenheit keinerlei Aussicht auf Erfolg?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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Sehr geehrte(r) Fragender,

es ist hier entscheidend, ob es sich um eine reine Gefälligkeit ohne Bindungswirkung oder einen Gefälligkeitsvertrag mit allen Rechten und Pflichten handelt. Das hängt u.a. von der Art und der wirtschaftlichen Bedeutung ab.

Doch selbst beim Gefälligkeitsverhältnis besteht - in geringen Grenzen - eine Möglichkeit der Inanspruchnahme aus §§823 bzw. 280 BGB.

Dazu müsste eine Pflichtverletzung vorliegen, die die Frau zu vertreten hat.

Meines Erachtens hat sie grob fahrlässig gehandelt. Sie ist seit 32 Jahren in der Lottoannahmestelle tätig und wusste, was sie tat. Sie hat dieses auch schon öfters getan.

Ich würde eine Inanspruchnahme bejahen.

Falls Sie hilfe diesbezüglich brauchen, würde ich mich über eine Beauftragung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter
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