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Entfernungspauschale erste Betriebsstätte Freiberufler

| 05.05.2021 11:22 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


20:41

Guten Tag,

Ich bin Freiberufler. Mein Geschäftswagen wird mit 1% Regelung für die private Nutzung berücksichtigt. Meine Frage betrifft Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
Ich habe mein Büro zu Hause. In 2020 hatte ich mehrere Auftraggeber, aber zu einem fuhr ich fast täglich mit dem Betriebs-Pkw in seinen Betrieb, um dort bestimmte Arbeiten durchzuführen, und hatte einen Tisch im Baucontainer. Ich hatte mit dem Auftraggeber zwei Verträge unterschrieben (Februar-August und September-Dezember). Muss ich zwingend den Betrieb meines Auftraggebers als meine erste Arbeitsstätte betrachten und dann entsprechend die entfernungspauschale 0,30*einfache Strecke geltend machen und den Privatanteil meinem Gewinn für diese Fahrten zurechnen? Der Privatanteil wird in dem Fall größer als Betriebsausgabe der Entfernungspauschale. Was passiert, wenn ich die Kosten (keine Betriebsausgaben Fahrten „Wohnung – Betriebsstätte" und keine Privatanteile für die Fahrten) im meiner EÜR berücksichtige und auch keine Dienstreisekosten für die Strecken geltend mache?

05.05.2021 | 12:17

Antwort

von


(166)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Als Freiberufler ist Ihr Unternehmenssitz Ihre "erste Tätigkeitsstätte".

Daher können sie die Fahrten zu Kunden als Dienstreisen ansetzen, d.h. die Kilometer der Hin- und Rückfahrt angeben und den Betrag als Betriebsausgaben absetzen. Das bedeutet Sie erstellen eine Liste, worin Sie die Fahrten zu Kunden notieren und reichen diese dann ein.


Wenn Sie die Dienstfahrten nicht angeben, haben Sie keine Werbungskosten, welche Sie als Betriebsausgaben ansetzen können.

Der Privatanteil (1% Regelung) wird in Ihrer EÜR für den Monat, bzw. das Jahr erfasst, unabhängig, ob Sie die Dienstreisen angeben und Ihrem Gewinn/Überschuss hinzugefügt.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 05.05.2021 | 14:13

Sehr geehrter Herr Braun,

ich bedanke mich für Ihre Antwort.
Bedeuten das folgendes für mich?
Wenn mein Unternehmenssitz ist die Adresse meines Hauses, dann ist mein Bürozimmer in meinem Haus - "meine erste Tätigkeitsstätte". Der Betrieb des Kunden zählt nicht zu meiner Betriebsstätte, egal wie oft und wie lange ich an dem Ort arbeite. Ich frage das, weil ich auf die Info gestoßen bin, dass häusliches Arbeitszimmer nicht als "erste Tätigkeitstätte" bei Freiberuflern anerkannt wird.
Jede Fahrt zum Kunden (in meinem Fall 4-5 Tage in der Woche hin und zurück) kann ich als Dienstreisekosten absetzen.
Und den Pauschalen Zuschlag von 0,03% auf den Bruttolistenneupreis für jeden Entfernungskilometer, der zu Gewinnerhöhung führt, entfällt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.05.2021 | 20:41

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ich habe Sie tatsächlich missverstanden, diesbezüglich bitte ich höflichst um Entschuldigung. Sie haben dahingehend Recht, dass das Büro im eigenen Haus keine erste Tätigkeitsstätte ist. Wenn ein Unternehmer sein Büro im Haus hat, führt dies dazu, dass die verschiedenen "Tätigkeitsstätten", bspw. verschiedenen Auftraggeber, miteinander verglichen werden.

Wenn zwischen den verschiedenen Tätigkeitsstätten in quantitaiver Hinsicht kein zeitlicher Untershcied feststellbar ist, dann wird die zum Büro am nächsten gelegene Tätigkeitsstätte, zur ersten Tätigkeitsstätte, mit der Folge, dass für diesen Weg nur die Entfernungspauschale, d.h. nur der einfache Weg, anrechenbar ist und für alle anderen die Stätten es sich um Dienstfahrten handelt.

In Ihrem konkreten Fall, wird durch das tägliche Aufsuchen der Betriebsstätte des Auftraggebers diese ersten Tätigkeitsstätte, mit der beschriebenen Folge, das zu dieser Stätte nur Entfernungskilometer anzusetzen sind.

Hinsichtlich des Privatanteils ist dieser nicht mit der Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte in Verbindung zu bringen, denn dieser wird pauschal angesetzt, wenn das Fahrzeug überwiegend betrieblich genutzt wird.

Zugleich müssen Sie 0,03 % des Bruttolistenpreises als nicht abzugsfähige Kosten, welche auf den Weg zwischen erster Tätigkeitsstätte und Wohnort anfallen, bestimmen.

Wenn die die 1% Kosten die tatsächlichen Kosten übersteigen, dann sind die tatsächlichen Kosten als Privatanteil anzusetzen.

Wenn SIe weitere Fragen haben, schreiben Sie mir ruhig eine E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.05.2021 | 07:30

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