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Entfernungspauschale / Höchstbetrag EUR 4.500

09.03.2016 14:19 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

ich fahre tägl. die Strecke Bielefeld <-> Hannover (116 km) zuerst mit den öffentl. Verkehrsmitteln innerhalb der Stadt Bielefeld und dann vom Hbf. Bielefeld nach Hannover.

Fahrtkosten öffentl. Verkehrsmittel Bielefeld EUR 618,80 p.a.
ICE 1.Kl. Bielefeld <-> Hannover EUR 4.644,00 p.a.

= Fahrtkosten insgesamt EUR 5.262,80 p.a.


Lt. Lohnsteuerkarte übernimmt der Arbeitgeber EUR 1.635,40 p.a.


ENTFERNUNGSPAUSCHALE

Umzug innerhalb Bielefelds ab 18.12.14

216 Tage x 117* km x € 0,30 -> EUR 7.581,60
6 Tage x 116* km x € 0,30 -> EUR 208,80

Insgesamt 222 Arbeitstage / insgesamt EUR 7.790,40

Entfernungspauschale *116 km x EUR 0,30 x 222 Arbeitstage => EUR 7.790,40


Ich hatte von vornherein komplett alle Belege beigefügt, zusätzl. aber schriftl. darum gebeten,
die Entfernungspauschale zugrunde zu legen u. habe die tatsächlichen Fahrtkst. nicht erwähnt.

Uns stellt sich jedes Jahr die selbe Frage: In welchem Verhältnis steht die Entfernungspauschale zum Höchstbetrag? Die Steuererstattungen fallen jedes Jahr unterschiedlich aus.

Deckelt der Höchstbetrag v. EUR 4.500,00 die Entfernungspauschale - weil die Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen u. nicht mit dem Pkw?
Gilt die Entfernungspauschale ausschließlich für Arbeitnehmer die mit dem Pkw zum Arbeitsplatz fahren?
Wie hoch müßte nach der aktuellen Steuergesetzgebung die Erstattung aussehen?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

So ist es. Die Entfernungspauschale in einer Höhe von 4.500,00 EUR gilt als Obergrenze der pauschalen Erstatung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Dieser Höchtsbetrag kommt jedoch dann nicht zur Anwendung, wenn Sie mit dem eigenen Pkw fahren. In diesem Fall können Sie auch höhere Beträge ansetzen, müssen diese jedoch nachweisen.
Die Pauschale gilt auch dann nicht, wenn die tatsächlichen und nachgewiesenen Kosten für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel höher sind als die Entfernungspauschale. In diesem Fall reichen Sie die Belege vollstänsdig und können auch die vollen tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Kosten geltend machen.
Fahren Sie also weder mit öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder dem eigenen Fahrzeug und können höhere Kosten nicht nachweisen, so kommt die Pauschale mit 4.500,00 EUR zum Ansatz.

Was mir nicht klar ist aus der Frage ist, wie Sie vom Hbf Bielefeld nach Hannover gelangen. Sofern Sie hierfür ein Ticket haben, erhalten Sie die Kosten erstattet. kommt eine Fahrgemeinschaft zum Einsatz, können Sie maximal die Pauschale von 4.500,00 geltend machen.

Die Erstattung kann ich nicht ermitteln, dazu müssten mir Ihre privaten Daten und die gesamte Erklärung vorliegen. Ich kann Ihnen nur mitteilen, was berücksichtigt werden müsste und was nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 16.03.2016 | 23:52

Sehr geehrter Herr Busch,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen!

Ich hatte meiner Steuererklärung eine Steuerbescheinigung der Stadtwerke Bielefeld, für die Strecke Wohnung XY-Str. bis Bielefeld Hauptbahnhof kommentarlos beigefügt (über EUR 618,80) und eine Steuerbescheinigung der Bahn AG, für die Strecke Bielefeld- Hauptbahnhof bis Hannover-Hauptbahnhof - über EUR 4.644,00, ICE 1. Klasse - alle im Jahresabonnement (Platzreservierungen nicht berücksichtigt).

Die Fahrtkosten betrugen komplett insgesamt EUR 5.262,80 für 2014.

Lt. Lohnsteuerkarte übernahm der Arbeitgeber EUR 1.635,40 für 2014.



Wann und wie kann ich die Entfernungspauschale in Höhe von EUR 7.790,40 überhaupt steuerlich geltend machen, wenn ich ausschließlich - wie bereits beschrieben, mit ÖPNV und ICE zum Arbeitsplatz komme? Oder ist diese als absolute Obergrenze zu verstehen - für Auto/und öffentliche Verkehrsmittel?


Höchstbetrag/Obergrenze/Deckel = EUR 4.500,00
gilt für PKW und ÖPNV bzw. Bahn AG,
wenn keine höheren Fahrtkosten entstanden sind


Entfernungspauschale

Pkw: können höhere, tatsächlich entstandene Kosten als EUR 4.500,00 nachgewiesen werden, bildet die absolute Obergrenze, die Entfernungspauschale, in Höhe von EUR 7.790,40? Oder egal, soweit Belege/Nachweise vorliegen?

ÖPNV: Das heißt, sofern mir auch höhere Kosten als EUR 7.790,40 entstanden sind, z.B. EUR 9.000,00, spielen
weder EUR 7.790,40 (Entfernungspauschale) noch EUR 4.500,00 (Höchstbetrag) eine Rolle, sondern der Nachweis der Kosten ist entscheidend?

Bitte noch eine abschließende Frage: Bezieht sich der Höchstbetrag auf die Fahrtkosten minus Fahrtkostenübernahme durch den Arbeitgeber oder ist der Höchstbetrag schon überschritten, sobald mein eigener Fahrtkostenaufwand größer ist als EUR 4.500,00?

Danke.

Mit freundlichen Grüßen






Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.03.2016 | 08:35

Wenn Sie die Kosten (Tickets ÖPNV/Bahn) einzeln nachweisen können, dann spielt die Pauschale keine Rolle, dann sind vom Finanzamt die tatsächlichen Kosten zu berücksichtigen. Ohne Kappung, ohne Grenze.

Der Höchstbetrag von 4.500,00 ist lediglich eine Pauschale, sie gilt daher absolut.

Ob und wie der Zuschuss des Arbeitgebers zu behandeln ist und ob er sich auf die Pauschale auswirkt, hängt vom Zuschuss ab.

Ist dieser steuerpflichtig, so mindert er die Pauschale nicht. Bei steuerfreien Zuschüssen wird jedoch die Pauschale um den Zuschuss gemindert. Eventuell ergibt sich hieraus die Erklärung des Vorgehens des Finanzamtes.

Den Betrag von 7.790,40 EUR kann ich nicht zuordnen, eine solche Grenze ist mir nicht bekannt. Daher gestaltet sich die Beantwortung der einzelnen Fragen schwierig.

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