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Entfernung eines Pelletofen durch den Vermieter

| 19.09.2018 07:13 |
Preis: 40,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Dietrich


Hallo,
mein Vermieter hat im Haus einen Pelletofen zum zu heizen im Haus, dieser war auch schon vor der Vermietung im Haus in betrieb. Nun möchte der Vermieter auf einmal den Pelletofen verkaufen ohne besondere Begründung.
Meine Frage nun, darf er das so ohne weiteres und wäre das ein Grund für eine Mietminderung?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

MfG



Einsatz editiert am 19.09.2018 08:35:20

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Der Pelletofen steht im Eigentum des Vermieters, daher darf er diesen grundsätzlich auch verkaufen, ohne dass Sie dies verhindern können. Das Vorkaufsrecht des Mieters aus § 577 BGB greift hier nicht, da sich dieses nur auf den Verkauf des gesamtem Mietobjektes bezieht und nicht auf einzelne Einrichtungsgegenstände.

Wenn der Ofen aber zum Zeitpunkt des Mietvertragsschlusses bereits in Betrieb war, gilt dieser als zum Mietobjekt zugehörig vereinbart. Entfernt der Vermieter dann den Ofen, steht Ihnen ein Minderungsanspruch zu.

Fraglich ist nur die Höhe der Mietminderung. Ich gehe davon aus, dass der Pelletofen nicht die einzige Heizquelle ist und somit ein angemessene Temperatur im Haus weiterhin gewährleistet wird. Ich nehme an, dass es Ihnen um den Wegfall des Wohfühlfaktors geht. Daher kann man die Richtwerte, die beim Ausfall der Heizung von der Rechtsprechung entwickelt worden sind, nicht direkt heranziehen. Ein Urteil, das die Entfernung eines solchen Ofens betraf, ließ sich leider nicht finden. Ich würde jedoch eine Minderung in Höhe von 10-15% ansetzen. Sollte aufgrund der Entfernung vorerst kein Heizen in den Heizungsmonaten (Oktober bis April) möglich sein, liegt die Minderung mindestens bei 50%, wenn die Innentemperatur unter 20 Grad abfällt.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.09.2018 | 07:58

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