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Entbindet fehlende Aufklärung über Höhe von Anwaltsgebühren?

17.01.2013 19:52 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Thema beim Anwalt war: Prüfung Falschberatung bei Kapitalanlage durch Bank mittels Güteverfahren insbesondere zum Zweck der Hemmung der Verjährung
Erstberatung hiezu erfolgt und bezahlt
Dann hatte ich per mail gebeten mich über Kosten und Chancen der vorgeschlagenen Hemmung mittels Einleitung eines Güteverfahrens zu informieren (27.11.2012) - das hat er nicht getan.
Dann habe ich ihm am 16.12. eine mail geschickt "wenn ich Ihre e-mail die anhängt richtig verstanden habe, endet die Verjährungsfrist am 31.12.2012 – das ist in ca. zwei Wochen – ich bin ab dem 21.12. in Urlaub und habe jetzt leider nichts mehr von Ihnen gehört. Wenn ich Sie in unserem persönlichen Termin richtig verstanden habe gibt es die Möglichkeit eine Verlängerung der Verjährungsfrist um 6 Monate zu erwirken dadurch, dass wir eine Falschberatung „anmelden" oder so ähnlich. Können Sie das so unkompliziert d. h. kostengünstig wie möglich und vor allem fristgerecht veranlassen? "
Das hat er dann getan, ich habe leider nicht nochmal nach den Kosten gefragt und bin jetzt aufgrund des "Streitwerts" i. H. von 100 Tsd. über die Höhe schockiert, zumal ich bei einem Güteverfahren, welches als kostengünstig in Raum gestellt wurde, eben auch gar nicht mit dieser Höhe gerechnet habe. Konkret hat er ja meine Frage nach den Kosten (und Chancen) nicht beantwortet. Entbindet mich das jetzt von einer Zahlungspflicht oder schafft es eine Verhandlungsbasis hierfür. Ich hätte z. B. das Verfahren gar nicht eingeleitet wenn ich das gewusst hätte - auch weil ich bis dato nichts über die möglichen Chancen gehört habe. Was mache ich jetzt? Muß ich das in dieser Höhe zahlen, welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich das ganze Verfahren stoppe?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst einmal ist es festzustellen, dass Sie einen konkreten Auftrag erteilt haben. Dieser hat Gebühren entstehen lassen, die grundsätzlich nach dem Gegenstandswert abgerechnet werden.

Dass Sie vorab über Aussichten und Kosten gefragt haben, ohne eine Antwort darauf erhalten zu haben, vernichtet den Anspruch des Kollegen auf Bezahlung leider nicht.

Aber: wenn sich die Gebühren eines Rechtsanwalts nach dem Gegenstandswert richten -§ 49 b Abs. 5 b BRAO- ist der Anwalt vor Übernahme des Mandats verpflichtet, hierauf hinzuweisen.

Unterlässt der Anwalt diesen Hinweis, dann ist der Vergütungsanspruch nicht etwa erloschen, sondern Sie können Schadensersatzansprüche ggü. dem Kollegen ggf. geltend machen (vgl. BGH AnwBl 2007, 628; BGH AnwBl 2008, 68, BGH AnwBl. 2010, 142). Dies könnte die Durchsetzung des Anspruches des Kollegen verhindern.

Sie sind aber darlegungs- und beweispflichtig für die Tatsache, dass der Hinweis nicht erfolgt ist und für die Schaden. Sie werden dann nachzuweisen haben, dass Sie den Auftrag nicht erteilt hätten, wenn Sie über die Kostenfolge aufgeklärt worden wären und welche Maßnahmen Sie getroffen hätten und welche Kosten dafür entstanden wären.

Ob Sie das Verfahren "stoppen sollten" kann ich leider nicht beurteilen, ebenso wenig kann ich kosten nennen, da ich nicht weiß, welches Verfahren und welche Ansprüche geltend gemacht worden sind.

Unsere Kanzlei kann gerne die Sachlage konkret anhand der Unterlagen prüfen. Kontaktieren Sie uns dann über unsere Kontaktdaten, wenn Sie dies wünschen. Über die zu entstehenden Kosten klären wir selbstverständlich auf!

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Tauentzienstr. 7a
10789 Berlin

berlin@kanzlei-grueneberg.de
Tel.: 030 577 057 75
Fax.: 030 577 057 759

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