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Enkel als Schlusserben - Wie verhindern wir, dass Kinder Pflichtteil fordern?


16.12.2012 16:10 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn



Es geht um ein gemeinschaftliches Testament indem sich die Eheleute gegenseitig zu Alleinerben einsetzen. Dadurch sind unsere drei Kinder automatisch enterbt, haben aber wohl Anspruch auf den Pflichtteil.

Frage, da das Erbe ja hauptsächlich aus einer Immobilie besteht und der Überlebende die Pflichtteile nicht auszahlen kann müsste das Haus verkauft werden. Genau das aber wollen wir vermeiden. Welche Möglichkeiten gibt es die Pflichtteile aufzuschieben bis zum Ableben des überlebenden Teils.

Außerdem haben wir als Schlusserben unsere drei Enkelkinder eingesetzt. Wie verhält es sich da eigentlich mit der Höhe der Pflichtteile für die leiblichen Kinder.

Das gesamte Erbe stellt einen Wert von 180 000 € dar.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

durch das gemeinschaftliche Testament sind Ihre Kinder sowohl nach Versterben des ersten Elternteils als auch nach Versterben des zweiten Elternteils enterbt.

Ihnen steht daher jeweils der Pflichtteil zu.

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils (§ 2303 Abs. 1 BGB).

Der Pflichtteilsanspruch ist ein Anspruch auf Geld. Der Erbe ist Schulder des Pflichtteilsanspruchs. Der Pflichtteilsanspruch ist mit dem Erfall sofort fällig (§ 2317 Abs. 1 BGB).

Der fällige Anspruch kann gestundet werden.

-Das Gesetz trifft hier eine ausdrückliche Regelung (§ 2331a BGB).

"Der Erbe kann Stundung des Pflichtteils verlangen, wenn die sofortige Erfüllung des gesamten Anspruchs für den Erben wegen der Art der Nachlassgegenstände eine unbillige Härte wäre. Eine ubillige Härte liegt vor, wenn der Erbe das "Familienheim" veräußern müsste.

Die Stundung ist gerichtlich geltend zu machen.

-Es kann aber auch - bereits vor dem Erbfall - ein Stundungsvertrag geschlossen werden. Dieser ist notariell zu beurkunden (§ 311b Abs. 5 BGB).

Wegen der wirtschaftlichen Bedeutung sollten Sie sich umfassend vor Ort von einem Kollegen beraten lassen, der sich im Erbrecht spezialisiert hat bzw. Fachanwalt für Erbrecht ist.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2012 | 17:05

Mindert die Tatsache, dass wir als Schlusserben nicht die leiblichen Kinder sondern die Enkel eingesetzt haben den Pflichttiel der Kinder.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2012 | 17:36

Sehr geehrter Ratsuchedner,

ich sehe nicht, warum der Pflichtteil der Kinder gemindert sein soll, weil Sie nicht Schlusserben werden.

Die Schlusserben sind für beide Erbfälle Pflichtteilsberechtigte

Die Pflichtteil beträgt immer die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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