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Energievorauszahlung Kleingarten Neupächter


25.11.2016 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Norman Schulze



Hallo,
ich habe dieses Jahr (2016) im August einen Garten in einer Kleingartenanlage übernommen (ich nutze den Garten als alleinige Pächterin ohne weitere Personen). Nun im November bekomme ich die "Pacht- und Beitragsabrechnung" (2017) mit einer Elektrovorauszahlung (Pauschale) von zwei Raten für das nächste Jahr über jeweils 100,00 Euro, also insgesamt 200,00 Euro! Die Pächter, die den Garten vor mir hatten (Ehepaar), waren mit je 58,08 Euro (pro Rate), also insgesamt 116,16 Euro eingestuft worden. Nun ist meine Frage: Ist die Höhe dieser Vorauszahlung von 200,00 Euro für mich als Neupächterin angemessen? Ich bin der Meinung, dass diese viel zu hoch ist und habe Widerspruch eingelegt.
Mit freundlichen Grüßen,
Judith

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt summarisch beantworten möchte:

Ist die Höhe dieser Vorauszahlung von 200,00 Euro für mich als Neupächterin angemessen?

Der Vermieter ist verpflichtet, die Höhe der monatlichen Vorauszahlung auf die Betriebskosten so festzulegen, dass es am Jahresende nach Möglichkeit nicht zu einer Nachzahlung oder Erstattung kommt. Im Idealfall decken die monatlichen Betriebskostenvorauszahlungen die gesamten Kosten ab, die über das Jahr hinweg entstehen, bzw. es kommt nur zu einer ganz geringen Nachzahlung oder Erstattung. Der Vermieter ist verpflichtet, eine solche Berechnung anhand der Kosten aus dem Vorjahr vorzunehmen.

In Ihrem konkreten Fall sind die Vorauszahlungen also so geplant, dass es bei normalem Verlauf zu erheblichen Rückerstattungen kommt. Ihr Widerspruch gegen diese Vorauszahlungen ist daher vollkommen berechtigt.

Ich möchte abschießend zudem darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine vollständige und persönliche Rechtsberatung kann hierdurch nicht ersetzen werden. Auch führt das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen unter Umständen zu einer völlig anderen rechtliche Beurteilung.

Mit freundlichen Grüßen
N. Schulze


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