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Endrenovierung Wohnung

10.12.2018 21:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


15:55

Wir sind in eine unrenovierte Wohnung in 02.2014 umgezogen,und wir haben von den Vermieter eine Ausgleichszahlung für die Renovierung gekriegt in Wert von 3 Kaltmiete Monate (3 mal 450€). Die Wohnung hatte der Vermieter vor kurzem gekauft, und würde soeben nie vom Vermieter renoviert.
Mit den 1350€ Wert haben wir:
• Die Tapeten in der Küche und Flur entfernt
• Die schon vom Vormieter geschnittene Holzpanele von ein Wand im Schlafzimmer entfernt
• Eine Sicherung auf dem Balkon gestellt
• Küche, Flur, Kinderzimmer und die Wand ohne Holzpanele im Schlafzimmer Weiss gestrichen.
Das Badezimmer ist komplett gefliest und kann mann nicht streichen. Die Wohnzimmer hatte schöneTapeten, die auch gut aussahen, und wir haben sie auch so gelassen.
Die Wände unter die Tapeten im Flur und Küche sahen nicht glatt aus, aber haben wir sie nicht geschrubbt (das kam aus Überraschung und wir hatten damals kein Zeit mehr, um das auch zu machen). Die Wände sehen deswegen nach den Streichen nicht glatt aus.
Die Türen/Türrahmen sind original aus der 70er Jahren, mit Macken und Flecken vom Vormieter, der auf eine Rollstuhl sass, wir haben sie so gelassen, da wir wussten nicht, was damit wir machen sollten (ausser natürlich sie wechseln..)
Jetzt ziehen wir am Ende des Jahres aus und bestehen uns noch alle Schonheitsreparaturen. Vom Vertrag (im Anhang) sieht es so aus, als mussten wir jetzt - ausser streichen - noch Türen/Türrahmen und Heizkörper streichen, was wir nicht machen würden (sie müssen nur noch gewechselt werden!)
Ausserdem, der Vermieter möchte auch den Balkon (was nicht im Vertrag genannt ist) und den Wohnzimmer weiss gestrichen haben. Das Problem ist, dass die Tapeten im Wohnzimmer sind Mustertapeten, und dürfen nicht gestrichen werden. Ich habe auch gelesen,dass Mieter sollen nicht Tapeten entfernen, deswegen ist es auch nicht klar was wir damit machen müssen.
ich fühlemich, als der Vermieter uns betrugen hat , da er uns eine alte und verschrottene Wohnung für 1350€ gegeben hat, und jetzt möchte er sie wieder neu und glänzend haben.
Jetzt die Fragen:
1. Haben wir zufällig am Anfang zu viel gemacht fuer die Ausgleichzahlung von 1350€?
2. Was müssen wir in Wohnzimmer machen? (Tapezieren/ Mustertapeten streichen, die Wände saubern/einfach so lassen, da wir die Tapeten nicht entfernen müssen?)?
3. Müssen wir die Wände im Flur und Küche schrubben (ist es wirklich etwas, dass Mietern tun sollen?)
4. Müssen wir den Balkon, die Türen und die Heizkörper streichen?
5. Wer würde entscheiden, ob die Qualität unseres Streichen gut genug ist?
6. Was ist wenn wir einfach drauf Weiss streichen , und der Vermieter sagt, dass es nicht gut aussieht? Müssen wir denn noch ein Maler bezahlen?
Vielen Dank im Voraus

10.12.2018 | 22:30

Antwort

von


(822)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

1)
Ob "zu viel" gemacht worden ist, spielt hier leider keine Rolle, denn Sie hätten sich vertraglich dazu verpflichten können, sogar ohne jegliche Ausgleichszahlung bei Auszug zu renovieren. Dies ist angesichts der Vertragsfreiheit zulässig.

2)
Der Umfang der Renovierungspflicht hängt von Ihrem Mietvertrag ab. Individualvereinbarungen müssen erfüllt werden, bei einem Formularvertrag kommt es darauf an, wie renovierungsbedürftig die Räume jeweils sind. Im Rahmen dieser Plattform kann dies nicht abschließend beurteilt werden.

3) + 4)
Ob Sie diese Arbeiten verrichten müssen, hängt ebenfalls vom Mietvertrag ab. Bei einem Formularvertrag erscheinen die verlangten Arbeiten überprüfungswürdig.

5)
Die Qualität würde im Streitfall von einem Sachverständigen, etwa einem Malermeister, beurteilt werden.

6)
Sofern Sie streichen müssen, Schulden Sie eine Leistung von mittlerer Art und Güte. Nur wenn dieser Standard nicht erfüllt wird und Sie trotz Aufforderung nicht nachbessern, droht Ihnen die Auferlegung von Malerkosten als Schadenersatz.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 11.12.2018 | 11:27

Der Mietvertrag läutet:
"Schönheitsreparaturen:
1. Umfang
Der Mieter verpflichtet sich, Schönheitsreparaturen nach Maßgabe von Ziffer 2 und 3 durchzuführen. Schönheitsreparaturen umfassen das Anstreichen, Kalken oder Tapezieren der Wände und Decken, das Streichen der Fußboden und den Innenanstrich der Fenster, das Streichen der Türen, Heizkörper, Versorgungsleitungen sowie sämtliche anderen Anstriche innerhald der gemieteten Räume einschließlich derjenigen Einbaumöbel.
2. Schönheitsreparaturen während des Mietverhältnisses:
Die Schönheitsreparaturen sind fachgerecht, dem Zweck und der Art der Mieträume entsprechendend regelmäßig auszuführen, wenn das Aussehen der Wohnräume mehr als nur unerheblich durch den Gebrauch beeinträchtigt ist:
In Küche, Bädern und Duschen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.12.2018 | 15:55

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Der Begriff der Schönheitsreparaturen in <a href="http://dejure.org/gesetze/II._BV/28.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 28 II. BV: Instandhaltungskosten">§ 28 Abs. 4 S. 3 II. BV</a> ("Zweite Berechnungsverordnung") deckt sich mit dem in Ihrem Mietvertrag. Auch enthält Ziff. 2 der von Ihnen zitierten Klausel eine Regelung, die auf den Grad der Abnutzung Rücksicht nimmt. Leider ist das Zitat unvollständig, weshalb an dieser Stelle keine abschließende Beurteilung möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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