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Endgültige Trennung


14.11.2007 23:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Was versteht der Gesetzgeber unter "endgültige Trennung" bei Eheleuten? Mein Mann offenbarte mir Anfang Juni, dass er eine andere Frau liebt und lebt seit diesem Zeitpunkt bei ihr. Es gab mehrere Gespräche, bei denen er sich allerdings - bis heute - weigerte seine persönlichen Sachen zu holen (bis auf seine Kleidung und PC, den er beruflich nutzen muss), sich umzumelden, mir den Haustürschlüssel (unseres gemeinsamen Hauses 50/50) auszuhändigen, seine Post umzuleiten und seine Geschäftstelefonnr./-fax umzustellen, mit dem Kommentar, dass er das Alles erledigen wird sobald er Zeit habe. Nach einem 6 wöchigem Ultimatum, habe ich seine persönlichen Sachen und das Büro (Möbel u. Unterlagen) Anfang Sept. in einen separaten Raum (außerhalb des Hauses)geschafft, zu dem nur er seitdem den Schlüssel hat. Sein Geschäftstelefon und -fax stehen allerdings noch angeschlossen im ehem. Büro. Den AB hört er per Fernabfrage ab, die Faxe gebe ich ihm. Unsere Kinder sieht er regelmäßig; ihnen erklärte er auch kürzlich, dass bald ein Kinderzimmer für sie im Haus der Freundin eingerichtet wird. Ich möchte nun meinerseits Schritte einleiten (z.B. Haustürschloss austauschen), habe aber Bedenken, dass er rechtlich gegen mich vorgehen kann, da der Gesetzgeber durch sein Verhalten keine endgültige Trennung sehen kann.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt Stellung nehme:

Voraussetzung für das Getrenntleben der Eheleute ist die vollständige Aufhebung der häuslichen Gemeinschaft. Nachdem Ihr Ehemann in die Wohnung seiner Freundin gezogen ist und nur zum Besuch der Kinder bzw. aus „geschäftlichen“ Zwecken in das eheliche Haus zurückkehrt, werden die Voraussetzungen für eine Trennung im Sinne des § 1567 BGB erfüllt sein.

Trotz des Getrenntlebens werden Sie nicht verhindern können, dass Ihr Ehemann die in seinem Eigentum befindlichen Hausratsgegenstände nach § 1361 a BGB bzw. andere Gegenstände gem. § 985 BGB von Ihnen herausverlangt, falls Sie das Schloss auswechseln. Sind Sie nicht herausgabebereit ist, wird Ihr Ehemann entsprechende Anträge bei dem Familien- bzw. Amtsgericht stellen können. Weiterhin kommt über §§ 861, 862, 985 BGB die Wiedereinräumung des Besitzes an dem gemeinsamen Haus in Betracht.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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