Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Endgültig nichtbestandene Prüfung (Hochschule)

14.01.2020 17:21 |
Preis: 25,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Frist zur Exmatrikulation von Amts wegen

Ich bin im Sommersemester 2019 zum vierten Mal durch die Mathe 2 Klausur gerasselt. Mir droht jetzt natürlich die Exmatrikulation, da ich alle Versuche aufgebraucht habe. Das Prüfungsergebnis kam Anfang des jetzt laufenden Wintersemesters im Oktober. Bis heute (14.01.) habe ich noch keinen Bescheid vom Prüfungsamt bekommen, dass ich exmatrikuliert werde. Gibt es Fristen für das Prüfungsamt? Ich möchte gerne weiter studieren und die Semestergebühren für das Sommersemester 2020 stehen an. Ich würde sie gerne bezahlen, habe aber angst das ich schlafende Hunde wecke, wegen meiner Mathe Prüfung?

Gibt es Fristen an denen sich die Hochschule halten muss? Kann ich dadurch die Exmatrikulation abwenden? Ich habe Hoffnung, dass ich "vergessen" wurde
15.01.2020 | 14:41

Antwort

von


(4)
Tessiner Str. 63
18055 Rostock
Tel: 03816608261
Web: http://kanzleischroth-rostock.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts verbindlich wie folgt beantworten:

Sollten Sie aufgrund Ihrer Schilderungen tatsächlich Ihren Prüfungsanspruch im Fach Mathematik wegen Nichtbestehens der vorgesehenen Prüfungsleistungen endgültig verloren haben, so käme leider eine sog. Exmatrikulation von Amts wegen (=Zwangsexmatrikulation), seitens der Universität in Betracht.

Rechtsgrundlage ist dann § 59 Abs. 1 u. Abs. 2 Nr. 6 des hessischen Hochschulgesetzes (HHG)

Soweit Abs. 1 tatsächlich eine Frist zur Exmatrikulation bis Ablauf des Semesters (gemeint ist das aktuelle Semester in dem über das Bestehen bzw. Nichtbestehen der Prüfung informiert wurde) umfasst, können Sie hieraus leider keine rechtlichen Vorteile für Ihre Situation ableiten, da das HHG keinerlei Rechtsfolgen für den Fall des Fristversäumnisses vorsieht.

Sie müssen also davon ausgehen, dass auch "verspäteter" Exmatrikulationsbescheid unabhängig von einem etwaigen Fristverstoß grds. rechtmäßig ist.

Den Gedanken mit den schlafenden Hunden verwerfen Sie bitte, da es nach meiner beruflichen Erfahrung kaum vorkommt, dass die Universitäten Exmatrikulationskandidaten "vergessen".
Dagegen kommen zeitliche Verspätungen bei der Verbescheidung von Studenten durchaus vor aufgrund von Personalknappheit, Krankheit etc.

Allerdings kann sich selbstverständlich noch aus den weiteren Umständen bzw. der Begründung des des Exmat-Bescheid bzw. des meist vorher noch erlassenen Bescheids über den endgültigen Verlust des Prüfungsanspruches ggf. noch eine Rechtswidrigkeit ergeben. Nach Ihren Schilderungen zum wiederholten Nichtbestehen der Prüfungsleistungen habe ich aber zunächst keinerlei Anhaltspunkte dafür.

Dies kann jedoch erst nach Erlass und Zustellung der entsprechenden Bescheide samt Begründung an Sie im Rahmen der Erfolgsaussichten eines möglichen Widerspruchs umfassend geprüft.
Daher achten Sie bitte bei Erhalt von weiteren Bescheiden der Universität auf die in der Rechtsbehelfsbelehrung angebenen Fristen holen sich bei Bedarf binnen dieser Frist rechtliche Hilfe.
Ich berate bundesweit im Hochschul- Prüfungs- und Zulassungsrecht. Gern dürfen Sie sich in der Sache dann direkt an mich wenden.

Fazit:
Trotz Immatrikualationsfrist bringt Ihnen dies leider nichts, da das Gesetz keine entsprechende Rechtsfolge enthält.

Zur Vorbereitung Ihres weiteren zeitnahen Vorgehens zwecks Studiengebühren etc., rate ich, sich einmal mit der Uni-Verwaltung in Verbindung zu setzen und nachzufragen, wann nach dortiger Uni-Praxis mit solchen Bescheiden etwa zu rechnen ist.
Zugleich können Sie auch erfragen, wie es sich mit der Erstattung der Semestergebühr im Falle einer Zwangsexmatrikulation verhalten würde.
Dies sollte Ihnen dann vorab einige Informationen verschaffen, die Ihnen helfen sollten, Ihre weiteren Schritte zu planen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten in dieser Sache können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Marko Schroth
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(4)

Tessiner Str. 63
18055 Rostock
Tel: 03816608261
Web: http://kanzleischroth-rostock.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kündigungsschutzrecht, Verwaltungsrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 72620 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Klare und knappe Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich habe eine umfassende und gute Auskunft erhalten mit der ich etwas anfangen kann, um gegenüber meinem Arbeitgeber meine Position auch rechlich zu stärken. Danke ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Hilfe erhalten. Alle Fragen wurden kompetent und verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER