Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Endet die Pflicht zur Zahlung von nachehelichen Unterhalt bei neuer Partnerschaft und Schwangerschaf


27.07.2006 09:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo
Ich bin seit vergangenem Dezember geschieden und habe mit meiner Ex-Frau eine gemeinsame Tochter von 7 Jahren. Meine Ex hat seit Juni 2004 einen Lebensgefährten der offiziell Anfang 2005 bei meiner Ex einzog. Hierfür wird meiner Ex ein fiktives Gehalt von 200€ berechnet. Nun erwartet meine Ex ein Kind von ihm.
Frage: Ab wann kann ich meiner Ex den nachehelichen Unterhalt (415€) streichen und was muss ich dafür tun? Muss ich das per richterlichen Beschluss durchsetzen?

Vielen Dank!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich kann von Ihrer Ex-Frau die Aufnahme einer stundenweisen Erwerbstätigkeit erwartet werden, sobald Ihre Tochter acht Jahre alt geworden ist. Zu diesem Zeitpunkt steht eine Neuberechnung Ihrer Unterhaltsverpflichtung also auf jeden Fall an.

Zudem hat Ihre Ex-Frau ab der sechsten Woche vor dem voraussichtlichen Geburtstermin einen Unterhaltsanspruch gegen ihren Lebensgefährten (§ 1615l BGB). Dies wird jedoch nicht zu einem kompletten Erlöschen Ihrer Unterhaltsverpflichtung führen, denn Ihre Ex-Frau betreut ja Ihr Kind weiterhin. Vielmehr haften Sie und der Lebensgefährte Ihrer Ex-Frau anteilig für den Unterhalt Ihrer Ex-Frau, die Anteile bemessen sich nach Ihren Einkommensverhältnissen und denen des Lebensgefährten.

Sie sollten daher rasch Auskunft über die Einkommensverhältnisse des Lebensgefährten einfordern, soweit diese nicht schon bekannt sind, und auf dieser Basis eine Neuberechnung Ihres Unterhaltsanspruchs ab der sechsten Woche vor dem voraussichtlichen Geburtstermin vornehmen lassen. Die Höhe Ihrer neuen Unterhaltsverpflichtung können Sie mit Ihrer Ex-Frau einvernehmlich außergerichtlich regeln. Sollte eine solche Regelung jedoch nicht möglich sein, werden Sie eine gerichtliche Entscheidung herbeiführen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2006 | 10:40

Hallo Frau Laurentius,

erstmal vielen Dank für die Beantwortung!
Meine Ex hat bislang 2-3 Vormittage als Zahnarzthelferin gearbeitet, was ihr auch im Unterhalt angerechnet wurde. Dieses Einkommen wird nun aufgrund der Schwangerschaft wegfallen. Ein Grund den ich nicht zu vertreten habe! Desweiteren müsste doch eigentlich nun auch ein Wegfall der Unterhaltspflicht aufgrund eines eheähnlichen Verhältnisses, das nun wohl durch die Schwangerschaft auch nicht mehr anzweifelbar sein sollte, gerechtfertigt sein, oder? Diese Beziehung besteht ja nun auch schon über 2 Jahre!

Grüsse und vielen Dank im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2006 | 20:23

Dass Ihre Ex-Frau nun nicht mehr als Zahnarzthelferin arbeiten kann, kann Ihnen nicht zum Nachteil gereichen. Im Gegenteil können Sie wie gesagt ab dem achten Geburtstag Ihrer Tochter von Ihrer Ex-Frau eventuell sogar eine umfangreichere Erwerbstätigkeit fordern. Ganz wegfallen wird Ihre Unterhaltsverpflichtung jedoch höchstwahrscheinlich nicht. Denn Ihre Ex-Frau betreut Ihr gemeinsames Kind und muss deshalb nicht voll arbeiten gehen. Für die Differenz zwischen dem Einkommen, dessen Erzielung von ihr erwartet werden kann, und dem Einkommen, das sie zur Finanzierung ihres Bedarfs benötigt, müssen angesichts dieses Umstands auch Sie als Vater der Tochter, nicht nur der neue Lebensgefährte Ihrer Ex-Frau geradestehen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER