Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ende des Unterhalts ?


| 12.02.2006 09:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

mal wieder eine Frage zum ewigen Thema "Nachehelicher Unterhalt"..

Hier der Sachverhalt:

Ich bin seit 1999 von meiner heutigen Exfrau geschieden, wir haben 2 Kinder von heute 18 und 14 Jahren. Ich bin in zweiter Ehe wiederverheiratet und habe mit meiner Frau ebenfalls 2 Kinder von heute 3 und 5 Jahren.

Meine Exfrau arbeitet seit kurz nach der Scheidung halbtags.

Mein Nettoeinkommen zu Ehezeiten betrug ca. 4.500 DM, ich habe seitdem eine erhebliche berufliche Entwicklung erlebt (zu Ehezeiten nicht absehbar) und mein heutiges Einkommen liegt bei ca. 5.000 EUR netto. Ich zahle seit der Trennung die Kindesunterhälte nach der Düsseldorfer Tabelle und für meine -Exfrau 400 EUR Unterhalt. Ein Unterhaltstitel besteht nicht - wir hatten uns aussergerichtlich geeinigt.

Meine Ex arbeitet seit dem 1.2.06 in einer dreiviertel Stelle.

Nun meine Fragen:

- Meine zweite Tochter wird bald 15, inwieweit kann meine Ex für
sich dann noch Unterhalt beanspruchen und wenn ja, mit welchen
Argumenten.

- Kann ich die Zahlung des Unterhaltes mit dem 15. Geburtstag
einfach einstellen ?

- Kann ich von meiner Ex verlangen, sich um eine Vollzeitstelle
zu bemühen ?

- Für den Fall, dass sie doch noch Unterhaltsansprüche hat -
welches Gehalt wird zugrunde gelegt ? Das niedrigere zu
Ehezeiten (angepasst auf heutigen Stand / Inflation etc).,
oder das aktuelle, wesentlich höhere ?

Vielen Dank bereits im voraus !







Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Rechtssuchender,

auf der Grundlage des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1. Bei Betreuung eines Kindes besteht in der Regel eine Obliegenheit zur vollen Erwerbstätigkeit, wenn das Kind das 15. Lebensjahr vollendet hat. Bei der Betreuung von mehreren Kindern kann von dieser Regel abgewichen werden.
Selbst wenn man bei Ihrer Ehefrau eine Verpflichtung zur Vollzeittätigkeit bejaht, dann kann Sie von Ihnen noch den sog. Aufstockungsunterhalt verlangen, wenn dann immer noch eine Differenz zwischen ihrem Einkommen aus Vollzeittätigkeit und IHrem Einkommen aus Vollzeittätigkeit besteht.
Weiterhin muss es eine reale Beschäftigungschance für sie geben, sie muss dann allerdings nachweisen, dass es ihr nicht möglich war, eine Vollzeittätigkeit zu finden.

2. Da es keinen Unterhaltstitel gibt, können Sie die Unterhaltszahlungen einstellen. Ihre Frau kann dann aber, wenn sie der Meinung ist, dass sie noch weiterhin unterhaltsberechtigt ist, einen Prozess anstrengen, wo dann bei Obsiegen ein Unterhaltstitel geschaffen wird.
Ich würde mit ihrer Ehefrau bevor Sie den Unterhalt einstellen, erst einmal verhandlen, damit sich die Fronten nicht gleich von Anfang an verhärten. Zuviel gezahlten Unterhalt bekommen Sie allerdings nicht zurück.

3. Ihr Gehalt ist in jedem FAll wenn es um den Unterhalt der geschiedenen Ehefrau geht, nach Steuerklasse 1 zu berechnen. Auch sind die Untehaltsverpflichtungen aller ihrer Kinder in die Berechnung mit einzubeziehen.
Hinsichtlich der Frage, welches Einkommen bei Ihnen zugrunde zu legen ist, kommt es darauf an, ob Ihr beruflicher Aufstieg nach den Verhältnissen in der Ehe zu erwarten war und diese Erwartung schon die ehelichen Lebensverhältnisse gesprägt hat. Mehreinkommen aus einem Karrrieresprung hat die ehelichen Lebensverhältnisse nicht geprägt. Der Umstand, dass die Grundlagen beruflicher Weiterentwicklung schon in der Ehe gelegt worden sind (z.B. durch Studium) wird genügen, wenn die Verbesserung abzusehen war. Von einem Karrieresprung kann man dann nicht mehr sprechen.
Die genaue Berurteilung ist mir anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Martina Hülsemann
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2006 | 11:19

Vielen Dank.

Eine Nachfrage zu 1) Aufstockungsunterhalt: Das bedeutet also, dass in jedem Fall Auftockungsunterhalt verlangt werden kann, selbst wenn eine Vollzeitstelle vorliegt? Mein Verständnis war, dass prinzipiell jeder selbst für seinen Unterhalt aufzukommen hat, wenn keine Kinderbetreuung geleistet wird. Wenn ich Sie recht verstehe, kann meine Exfrau also bis an ihr Lebensende von mir Aufstockungsunterhalt verlangen, auch wenn sie selbst Vollzeit arbeitet ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2006 | 11:41


Unterhalt wegen Kinderbetreuung ist nur ein Unterhaltstatbestand. Es gibt zwar den Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit beim nachehelichen Ehegattenunterhalt, wenn eine Einkommensdifferenz vorliegt, kann aber dennoch Aufstockungsunterhalt verlangt werden, unter Umständen bis zum Lebensende. Auch dies hängt vom Einzelfall ab. So ist z.B. hierfür die Ehedauer entscheidend, aber auch ob Kinder betreut wurden.
Sie sollten in jedem Fall versuchen, über diesen Punkt verhandeln.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort hat mir einen guten ersten Überblick über die Situation gegeben. "
FRAGESTELLER 4/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER