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Ende der befristeten Probezeit - Verlängerung um Urlaub

02.04.2008 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich befinde mich in einem Arbeitsverhältnis in dem ich mich nicht wohlfühle (kurz gesagt...). Nun bin ich aufgrund dessen schon in der 3. Woche (und noch bis Ende der nächsten Woche) krankgeschrieben.
Nun bin ich dabei einen neuen Arbeitsplatz zu finden und hätte gute Chancen ab dem 01.05.08 etwas neues zu haben. Nun würde ich gern selbst kündigen bzw. den Vertrag (da befristete Probezeit) nicht weiter fortführen.

Laut meines Vertrags hatte ich eine Probezeit bis zum 28.02.2008,
die sich jedoch, auch laut Vertrag, um meinen genommenen Urlaub (18 Tage insgesamt, den letzten vom 10.03.-14.03.08, quasi in der Verlängerung der Probezeit) verlängert.
So habe ich heute (ich weiß, sehr kurzfristig) festgestellt, dass also meine befristete Probezeit laut meines Vertrags morgen ablaufen würde (03.04.08)!

Hier die Auszüge Probezeit + Urlaub aus meinem Vertrag:

Probezeit
Dieses Arbeitsverhältnis wird zunächst vom 01.09.2007 bis 28.02.2008 zur Probe eingegangen und endet mit Ablauf dieser Probezeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Während der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist beiderseits 4 Wochen. Wird das Arbeitsverhältnis über die Probezeit hinaus fortgesetzt, geht es in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis über.

Urlaub
Frau ***** erhält einen Jahresurlaub von 30 Arbeitstagen. Jeglicher Urlaubsanspruch entsteht erst nach mehr als sechsmonatiger ununterbrochener Betriebszugehörigkeit. Wird in der Probezeit Urlaub genommen, verlängert sich die Probezeit um diesen Urlaub.

Zu dem Thema Krankheit während der Probezeit steht in meinem Vertrag nichts. Kündigungsfrist nach der Probezeit ist 6 Wochen vor Quartalsende.

Meine Frage ist nun ob meine Beendigung des Arbeitsverhältnisses am 03.04.08 "rechtmäßig" wäre. Ich wünsche es mir, bin aber nicht sicher... Ich würde es dann meinem Arbeitgeber schriftl. abgeben bzw. in den Briefkasten werfen (mein Arbeitgeber ist leider bis Ende nächster Woche in Urlaub...).

Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort und viele Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

leider kann ich Ihre Berechnung hinsichtlich des Endes der verlängerten Probezeit nicht nachvollziehen. Vielleicht können Sie dies im Rahmen der kostenlosen Nachfrage erläutern.

Sie hatten ein befristetes Arbeistverhältnis welches am 28. Februar 2008 automatisch endete. Das Ende der Befristung verschiebt sich jedoch um den in der Arbeitszeit genommenen Urlaub. Ich gehe davon aus, dass Sie, bis auf den letzten Urlaub, die weiteren 13 Tage innerhalb der ursprünglichen Befristung genommen haben.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Verlängerung der Befristung sich nur auf Arbeitstage oder auf alle Wochentage bezieht. Dies geht aus dem Arbeitsvertrag nicht klar hervor. Ich gehe bei meinen weiteren Überlegungen, zu Ihren Gunsten, von ersterem aus.

Demnach hat sich die Befristung durch den genommen Urlaub innerhalb der ursprünglichen Befristung bis zum 18. März 2008 verschoben (28.2 + 13 Arbeitstage). In dieser Zeit haben Sie wiederum 5 Tage Urlaub genommen. Damit verschiebt sich das Ende der Befristung um weitere 5 Arbeitstage auf den 25. März 2008.

Das Arbeitsverhältnis endete demnach am 25. März 2008 ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedurfte.

Ob das Arbeitsverhältnis fortgesetzt wurde und sich dadurch in ein unbefristetes gewandelt hat hängt von Ihrem Verhalten nach dem 25. März 2008 ab. Haben Sie dem Arbeitgeber zu verstehen gegeben, dass Sie das Arbeitsverhältnis trotz Krankheit nach der Genesung weiter fortsetzen wollen z. Bsp. indem Sie eine Krankschreibung über den 25. März hinaus abgegeben haben, könnte ein unbefristeter Arbeitsvertrag bestehen, den Sie jedoch bei Einhaltung der Kündigungsfrist jederzeit kündigen können.

Haben Sie Ihrem Arbeitgeber nicht zu vestehen gegeben, dass Arbeitsverhältnis fortsetzen zu wollen, ist das Arbeistverhältnis beendet. Sie können Ihrem Arbeitgeber in diesem Falle dies nochmals ausdrücklich mitteilen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2008 | 15:02

Hallo! Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort :-)!

Ich habe es wie folgt berechnet:
Befristung endete am Donnerstag, 28.02.
In der Zeit bis zum 28.02. hatte ich 13 Tage Urlaub, um diese ARBEITStage würde sich also die Probezeit verlängern. Also bis zum 18.03.

Allerdings hatte ich ja in der Verlängerung der Probezeit vom 10.03. bis 14.03. wieder 5 Tage Urlaub! Diese 5 Tage dürften doch eigentlich bei den 13 ARBEITStagen, die hinten dran zu hängen sind, nicht mitgezählt werden, da Urlaubstage, oder?

So habe ich diese Woche also in meiner Rechnung übersprungen, da ja Urlaubstage und diese meiner Meinung nach nicht "zählen" dürften und durch die beiden Feiertage Karfreitag und Ostermontag, die ja auch nicht mitzählen dürften, landete ich dann beim 03.04.08 :-)

Ganz schön kompliziert :-)

Ich hoffe Sie verstehen wie ich gerechnet habe!

Dachte wirklich, es wäre richtig so :-)

Lieben Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2008 | 15:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

hinsichtlich der Feiertage haben sie Recht, die habe ich übersehen.

Bei der restlichen Berechnung unterliegen Sie, meiner Meinung nach, einem Irrtum.

Sinn der Verlängerung ist, dass die Arbeitstage an denen Sie im befristeten Arbeitsverhältnis gearbeitet haben denen von 6 Monaten entsprechen.
Wenn Ihr Urlaub 18 Tage war kann sich das Ende der Frist um maximal 18 Arbeitstage nach hinten verschieben, egal wann der Urlaub genommen wurde. Unter Einbeziehung der Feiertage also bis zum 27. März. Nach Ihrer Berechnung hätten Sie jedoch 23 Arbeitstage über das ursprüngliche Ende der Befristung gearbeitet. Das liegt daran, dass Sie die 5 Urlaubstage im März doppelt berechnet haben; einmal Verlängerung der Befristung (richtig) und dann bei der Berechnung übersprungen (falsch).

Wenn Sie die Urlaubstage komplett bis zum 29. Februar genommen hätten, wäre das Ende der Befristung auch nur auf den 27. März verschoben worden. Das Ende der Befristung kann aber nicht davon abhängig sein, ob Sie die Urlaubstage in der ursprünglichen oder der verlängerten Befristung genommen haben.

Sollten noch Unklarheiten bestehen können Sie mich gerne noch anrufen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

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