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Ende Elternzeit-selbst kündigen oder Arbeitgeber?


01.03.2007 20:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Februar 2000 bin ich in Teilzeit in einem Büro beschäftigt.
Im Juni 2001 kam mein 1.Kind zur Welt worauf ich 3 Jahre Elternzeit nahm.
Kurz vor Ende der Elternzeit 2004 kam mein 2. Kind zur Welt,worauf ich wiederum 3 Jahre Elternzeit nahm.Diese Elternzeit geht nun Mitte April diesen Jahres zu Ende.
Mein Arbeitgeber hat gleich nach der Geburt des 1.Kindes die Stelle neu besetzt.
Als ich ihn vor einiger Zeit aufsuchte um mit ihm über meinen Wiedereinstieg zu reden,sagte er mir,dass er keinen Bedarf und keinen Platz für mich habe.
Da ich gerne wieder arbeiten würde,wenn auch nur stundenweise,werde ich nicht kündigen,da mir ja sonst eine Sperre für das Arbeitslosengeld droht.
Wenn er mich loswerden möchte kann er mir laut Arbeitsvertrag mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.
Nun meine Frage:
Falls er mir zum Ende der Elternzeit kündigt,muß ich dann trotzdem 3 Monate dort zur Arbeit erscheinen, zu den Zeiten,zu denen ich vor der Geburt meiner Kinder dort gearbeitet habe?
Das ist schon aus Gründen der Betreuung meiner Kinder unmöglich.
Kann er mir einfach so kündigen,oder braucht er einen Grund hierfür?(er hatte bis vor kurzen 2 Büros,eines hat er nun aufgegeben)
Habe ich ein Recht auf eine Abfindung?
Können Sie mir einen Rat geben,wie ich mich verhalten soll?

Vielen Dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich müssen Sie während der dreimonatigen Kündigungsfristen arbeiten, um Lohn zu erhalten. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Sie zu den bisherigen arbeitsvertraglichen Bedingungen zu beschäftigen, muss aber nicht den gleichen konkreten Arbeitsplatz für Sie bereit halten.

Falls Sie diesen Arbeitsplatz nicht wieder antreten können, können Sie mit Ihren Arbeitgeber eine bezahlte oder unbezahlte Freistellung vereinbaren oder unter den Voraussetzungen des § 8 TzBfG eine Verringerung der bisherigen Arbeitszeit beantragen. Beachten Sie aber, dass die Verringerung spätestens drei Monate vor deren Beginn geltend gemacht werden muss und dies voraussichtlich wenig praktikabel für Sie ist.

Einen Grund zur Kündigung benötigt Ihr Arbeitgeber nur dann, wenn das Kündigungsschutzgesetz in Ihrem Fall Anwendung findet. Dies wäre im Einzelfall zu prüfen; das Kündigungsschutzgesetz findet bei einem in 2000 begonnenen Arbeitsverhältnis jedenfalls keine Anwendung, wenn Ihr Arbeitgeber regelmäßig fünf oder weniger Arbeitnehmer beschäftigt. Auszubildende werden nicht mitgezählt.

Einen einklagbaren Anspruch auf eine Abfindung gibt es nicht. Der Arbeitgeber kann bei einer betriebsbedingten Kündigung gem. § 1a KSchG eine Abfindung anbieten, muss dies aber nicht tun. Häufig wird eine Abfindung aber vergleichsweise vereinbart.

Ich empfehle Ihnen, zunächst noch einmal mit Ihrem Arbeitgeber zu sprechen, wie er sich Ihre Zukunft im Unternehmen vorstellt. Wenn der Arbeitgeber verbindlich erklärt, Sie nicht weiter beschäftigen zu wollen, sollten Sie vor Ort einen Anwalt hinzu ziehen, um sich bei der Abwicklung unterstützen zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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