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Empfangene Mail Beweiskraft

28.08.2011 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt.

Ich habe einen Vertrag bei einer BU Versicherung. Ich habe bei dieser Versicherung eine wichtige Vorerkrankung gemeldet per Mail.
Die Versicherung sendete mir daraufhin eine E-Mail dass die Angaben zu den Vorerkrankungen geprüft werden. Die empfangene Mail enthält Absender (Versicherung) Empfänger (ich) Sendezeit durch den Absender sowie den Betreff Versicherung x.

Nun geht es darum, dass ich nachweisen muss, dass ich diese Vorerkrankung gemeldet habe weil diese Meldung die Versicherung bestreitet. Ich habe der Versicherung daraufhin den Ausdruck des o.g. E-Mail Protokolls gesandt um die Meldung nachzuweisen.

Die Versicherung hat daraufhin gesagt sie hätte eine solche mail nicht so versendet, sondern der Betreff hätte sich auf Versicherung y statt x bezogen. Durch die Blume wurde mir vorgeworfen ich hätte die von der Versicherung empfangene Mail im Betreff gefälscht (aus y wurde x).

Meine Frage:
Kann die Versicherung einfach behaupten ich hätte die empfangene Mail im Betreff bzw. ganz gefälscht? Ich habe eine E-Mail Adresse von web.de und hier kann man weder empfangene noch gesendete E-Mails in irgendeiner Form verändern, nur noch nicht abgesendete Mails können verändert werden. Ist das hier ein billiger Trick sich herauszureden oder hat ein Gericht schon einmal so absurd entschieden wie es die Versicherung vorträgt.

Ein Arbeitskollege hatte so eine ähnliche Erfahrung bereits einmal vor Gericht. Hier hatte der Gegner auch behauptet mein Arbeitskollege hätte eine empfangene Mail nachträglich gefälscht. Das Gericht hatte dies als absurd abgetan.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Anfrage unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung des Einsatzes wie folgt:

Hier kommt es auf die Frage der Beweislastverteilung an. Grundsätzlich muss im Zivilprozess jeder immer das für ihn Günstige beweisen. In Ihrem Falle hieße das also, dass Sie nachweisen müssen diese eMail geschrieben zu haben. Sofern Sie noch die eMail in Ihrem System finden, die Sie damals geschrieben haben, sollte dieser Beweis problemlos erbracht werden können. Anderenfalls können Sie aber auch die Bestätigungsemail der Versicherung vorlegen, aus der sich eine Meldung von Vorerkrankungen nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung ja ergibt.

Wenn die Versicherung behauptet, dass Sie den Betreff abgeändert haben, so muss sie dieses auch beweisen, da es für sie günstig ist. Ein solcher Beweis dürfte aber fehlschlagen, es sei denn die Versicherung nimmt selbst eine Fälschung ihrer Mails vor. Auch dürfte der Versicherung schwer fallen zu beweisen, wie Sie die technische Veränderung bei web.de bewerkstelligt haben wollen.

Unabhängig davon stellt sich die Frage, ob eine Beweiserhebung überhaupt notwendig wird. Die Versicherung bestätigt ja indirekt von Ihren Vorerkrankungen zum genannten Zeitpunkt erfahren zu haben. Ob diese Meldung nun bzgl. Versicherung x oder y erfolgt wäre eigentlich irrelevant, solange beide Versicherungen beim gleichen Unternehmen und möglichst beim gleichen Sachbearbeiter laufen.

Sollten Sie in dieser Sache eine rechtliche Vertretung wünschen, so stehe ich Ihnen sehr gern zur Verfügung. Die hier gezahlte Gebühr würde selbstverständlich auf die weiteren Kosten angerechnet. Die räumliche Entfernung stellt hierbei auch kein Problem dar.


Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc Uppenkamp
Rechtsanwalt

Bergstr. 33
24939 Flensburg

Mail: info@ra-uppenkamp.de
Tel.: 0461-66012992
Fax: 0461-66012993
Mobil: 0176-61579069

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