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Email Kaufvertragsbestätigung über Gebrauchtwagenverkauf

| 20.09.2018 10:24 |
Preis: 40,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


11:44
Habe mich am Dienstag nach Inserat und 100 gefühlten simultanen Anrufern zur Bestätigung einer Email mit Inhalt Kaufvertragsbestätigung durch Angabe von Namen und Adresse hinreißen lassen, mit Transaktionsvollzug Samstag. Dies geschah quasi in den ersten 10 Sekunden.
Ich war mir nicht beußt, daß dadurch ein rechtsgültiger Kaufvertrag zustande kam.
Dies bemerkte ich recht deutlich, als ich am Mittwoch den Wagen anderweitig veräußerte und dem Erstinteressenten per Email absagte. Nun droht er mit Anwalt und Schadensersatz.
Ich befinde mich mit dieser Dummheit vermutlich in allerbester Gesellschaft.
Ich bin mittlerweile dahingehend ausreichend informiert, daß ich aus dieser Nummer nicht herauskomme.
Meine Frage:
Kann ich einen Prozeß vermeiden, indem ich ihm seinen Schadensersatz außergerichtlich anbiete?
Wie verhindere ich, daß dieser Schaden außergewöhnlich hoch angesetzt wird?
Autowert laut Werkstatt: 350 Euro, Reparaturkosten bis TÜVreife ca 800 Euro.
Gebot des drohenden Käufers: 720 Euro
Anderweitig verkauft am Mittwoch für 550 Euro
Der Verkäufer (aus Berlin, ich selbst sitze in Bayreuth) behauptet, er hätte einen Kaufinteressenten der für das Auto 1700 bietet. Selbst wenn dies zutrifft (und ich gehe davon aus, daß er jederzeit einen Interessenten aus dem Hut zaubert), wäre es legitim, die Schätzkosten der Reparatur und den entfallenen Transport über knapp 800km in Abzug zu bringen?
Vielen Dank für kurze Einschätzung und Empfehlung des nächsten Schrittes.
20.09.2018 | 11:02

Antwort

von


(365)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Tatsächlich hat der Erstkäufer einen Anspruch auf Schadenersatz. Dieser Schadenersatzanspruch richtet sich der Höhe nach wohl nach dem Gewinn aus dem Weiterverkauf. Er muss also zunächst darlegen, ob der Wagen repariert weiterverkauft worden wäre, da diese Kosten dann quasi ein Abzugsposten wären. Zudem muss dargelegt werden, wer die Transportkosten und in welcher Höhe getragen hätte (weiterer Abzugsposten).

Folgende Rechnung wäre dann also aufzumachen:
1.700,00€ Weiterverkaufspreis - 720,00€ Kaufpreis (- evtl. Reparatur) (-evtl. Transportkosten)= Schadenersatz

Tatsächlich muss der Käufer aber beweisen, dass er einen Käufer hatte, der bereit war 1.700,00€ zu zahlen.
Er muss auch beweisen, dass Reparaturkosten, Transport, etc. "extra" beim weiteren Käufer anfallen, wenn er die vollen 1.700,00€ geltend macht.

Sie sollten hier jedenfalls sämtliche Kosten (Reparatur, Transport) entgegenhalten und können sich mit dem Käufer selbstverständlich außergerichtlich einigen. Sollte der Käufer allerdings bei seinen hohen Forderungen bleiben, so sollten Sie den Gerichtsweg nicht scheuen.

Gerne bin ich Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche, gerichtlich und/ oder außergerichtlich behilflich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2018 | 11:30

Vielen Dank, Frau Türk, knapp, glasklar und verständlich.
Gestatten Sie mir eine konkretisierende Nachfrage: Ich scheue den Prozess, weil es nichts zu gewinnen gibt, der Vertrag ist gültig und ich werde am Samstag sehenden Auges vertragsbrüchig.
Inwieweit lohnte sich ein Weg über Gericht, sofern die Aussicht auf Gewinn quasi Null ist?
Oder verschöbe sich durch mein Schadenersatz-Angebot der Fokus dahingehend, daß nicht der Schadenersatz himself, sondern lediglich dessen Höhe strittig wäre, wodurch tatsächlich eine marginale Chance bestünde, den Gerichts-, Anwalts-, Gegenanwalts- und Fahrtkosten zu entgehen, etwa durch Gewinn oder Vergleich (hab ich auch schon gesehen, allerdings verweigerte der Kläger dort seine Zustimmung)?
Und übrigens komme ich gerne auf Sie zu, sofern der Gerichtsweg unvermeidbar erscheint, ich fühle mich bisher gut aufgehoben.
Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2018 | 11:44

Hier meinte ich tatsächlich nicht den Schadenersatz an sich. Dieser dürfte zu zahlen sein.
Die Höhe des zu zahlenden Schadenersatzes ist jedoch tatsächlich streitig.
Hier ist darauf hinzuwirken, dass dieser sich "verringert". Insofern würde sich, sofern der Käufer nicht bereit ist, Ihnen entgegenzukommen, möglicherweise durchaus der Gerichtsweg lohnen.

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