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Email Account geknackt

| 14.03.2009 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Guten Tag,

mein Ex hat sich im Dezember 2 Tage vor Weihnachten von mir getrennt. Den vereinbarten Termin zu einer abschließenden Aussprache hat er feigerweise per Sms abgesagt. Kurz darauf kam mir dann die Idee, zu versuchen, das Passwort seines Email Accounts zu knacken (um da evtl. Antworten auf das "warum?" zu finden) , was mir (wider Erwarten) auch leicht gelang.
Ich hatte also über die Funktion "Passwort vergessen" nun Zugang und ein neues Passwort festgelegt. EIgentlich war ich der Meinung, er wäre so schlau, beim nächsten LOG IN das gleiche zu machen, dann wäre alles wieder in bester Ordnung. Leider war er es aber nicht und ich hatte immer noch Zugang. Also habe ich aus Neugier regelmäßig seine Mails gecheckt. (aber leider keine Antworten gefunden). Er hat inzwischen eine neue Email-Adresse angemeldet.

Eines Tages kam dann eine Telefonrechnung auf die Alte Adresse und (fragt mich nicht warum) ich habe dem Telefonabieter eine Email (in seinem Namen) geschickt, mit der Bitte, mir doch nochmal die Rechnungen von Nov. und Dez. 2008 zu schicken. Wollte halt sehen, wer damals noch alles im Rennen war, bzw. eigentlich weiß ich ja jetzt, dass das auch nichts geändert hätte, aber hinterher ist man immer schlauer.
Jedenfalls haben die von der Telefongesellschaft bei ihm angerufen, um nachzufragen und somit wusste er, dass jemand seine alte Email-Adresse nutzt. (Das war nur die Mail an den Telefonanbieter, sonst habe ich nichts verschickt, aber das weiß er ja nicht)

Daraufhin hat er eine (Droh-)mail an seine alte Email-Adresse geschickt, in der stand, dass er bereits mit dem Anwalt bei der Polizei war und was er alles mit demjenigen, der seine Email-Adresse benutzt hat machen wird, wenn er weiß, wer es war.
Ich habe jetzt Panik, dass die bald bei mir vor der Tür stehen.

Was soll ich tun? Zu ihm gehen, mit ihm reden, dass er die Anzeige zurückzieht? Oder ist das dann schon ein Geständnis?

Oder geht das schon gar nicht mehr?

Sehr geehrte Fragestellerin,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Sachverhalts-Angaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen. Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Ihr Verhalten dürfte nach §§ 202a StGB wegen Ausspähens von Daten als strafbare Handlung einzuordnen sein. Danach wird derjenigen mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, der unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind.

Allerdings dürfte Ihre Schuld eher als gering einzustufen sein, so dass ein Ermittlungsverfahren höchstwahrscheinlich eingestellt würde, es sei denn Sie sind bereits einschlägig in Erscheinung getreten. Wichtig ist jedoch, dass Sie von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen und sich erst mal nicht zur Sache einlassen, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und verbleibe.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Dreier
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 15.03.2009 | 12:13

Sehr geehrter Herr Dreier,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe noch eine Frage.
Wer entscheidet, ob ein Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt wird?
Was bringt es mir, die Aussage zu verweigern, wenn die Polizei rausfindet, dass die Email von meinem Anschluss aus verschickt wurde? Das ist doch dann ein Beweis.
Wird meinem Ex dann mitgeteilt, dass ich das war? Er hat nämlich in der Mail gedroht, dass es demjenigen schlecht ergehen würde (und das glaube ich ihm auch)
Von daher überlege ich wirklich, ob ich nicht mit ihm reden soll. Könnte er das dann gegen mich bei der Polizei verwenden? (Gesetzt den Fall, er ist nicht bereit, die Anzeige zurückzuziehen).

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.03.2009 | 16:25

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Gerne beantworte ich diese wie folgt:

Die Staatsanwaltschaft übt die Herrschaft über das Ermittlungsverfahren aus und entscheidet, ob ein Verfahren eingestellt wird.

Ob die Polizei hier auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Überprüfung Ihres Computers durchführt, wissen Sie ja nicht und bis dahin sollten Sie sich nicht zur Sache äußern.

Ob Sie mit Ihrem Ex-Freund reden sollten, ist keine primär juristische Frage, dass müssen Sie wissen. Da Sie ja wahrscheinlich ein derartiges Gespräch ohne Zeugen durchführen, dürfte dies letztendlich nicht gerichtsverwertbar sein.


Mit freundlichen Grüßen
Carsten Dreier

Bewertung des Fragestellers 17.03.2009 | 20:23

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