Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Elternzeit ohne schriftliche Vereinbarung und Betriebsünergang

| 15.07.2015 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zur Elternzeit und Teilzeit nach Elternzeit

Ich bin angestellt in einer Apotheke und habe dort vor der Elternzeit Vollzeit gearbeitet.
Januar 2012 sind unsere Zwillinge geboren und ich ging fristgerecht mit einer von mir aufgesetzten Elternzeitvereinbarung zum Chef. Er verweigerte mir seine Unterschrift und meinte, die mündliche Vereinbarung reicht. Ich habe also nichts Schriftliches in der Hand. Januar 2014 kam noch ein Kind zur Welt und ich möchte auf jeden Fall bis er 3 ist in Elternzeit bleiben oder sogar 2x 12 nicht genommene Elternzeitmonate der Zwillinge auf die Zeit bis zum 8. Lebensjahr übertragen.
Jetzt hat der Chef die Aüotheke zum 1.10.15 verkauft mit Bestand der Arbeitsverträge für 1 Jahr.
Kann Es von Nachteil sein, dass ich nichts Schriftliches habe? Kann ich den alten Chef zwingen, mir nachträglich noch eine Vereinbarung zu unterzeichnen? Was mache ich wenn er dies wieder nicht tut? Bringt mir so eine nachträgliche Vereinbarung überhaupt etwas?
Kann mich der neue Chef kündigen, weil ich ja eigentlich sozusagen seit über 3 Jahren unentschuldigt auf der Arbeit fehle?
Habe ich einen Anspruch auf Teilzeitarbeit nach der Elternzeit? Wielange vor Beendigung der Elternzeit müsste ich Teilzeit beantragen?
Danke im Voraus!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eine schriftliche Vereinbarung bedarf es für die Elternzeit nicht. Jedoch müssten Sie im Streitfall nachweisen, dass die Elternzeit für die von Ihnen gewünschte Dauer vereinbart wurde. Ich empfehle Ihnen zunächst das Gespräch mit dem neuen Arbeitgeber zu suchen und ihm zu erklären, dass die Vereinbarung mündlich geschlossen wurde. Einen direkten Nachteil hat der AG nicht, daher gehe ich davon aus, dass es keine Probleme gibt.

Nach der Elternzeit können Sie einen Antrag auf Teilzeit nach dem TzBfG stellen und der AG muss dem stattgeben, sofern der AG mehr als 15 AN beschäftigt und keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Der Antrag muss spätestens drei Monate vor Beginn der beabsichtigten Teilzeit (§ 8 TzBfG) gestellt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Nachfrage vom Fragesteller 15.07.2015 | 15:43

Danke für die schnelle Antwort!

Ich hab noch etwas nachzufragen:
Ich dachte schon dass es nach Paragraph 16 Beeg schriftlich sein muss? stimmt das nicht?
Wie kann ich im Ernstfall die mündliche Vereinbarung nachweisen? Zeugen hab ich nicht.
Eine nachträgliche Bestätigung des alten Chefs bringt nichts?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.07.2015 | 15:59

Der Antrag selbst müsste schriftlich sein, wenn dieser jedoch formlos aktzepiert wurde ist das kein Problem. Durch die Gewährung der Elternzeit, d.h. folgenloses aktzeptieren, wurde dem Antrag konkludent stattgegeben.

Wenn der vorherige Chef Ihnen die Bestätigung schriftlich gibt, wäre es zu Ihrem Vorteil und würde 100% Klarheit bringen.



Bewertung des Fragestellers 17.07.2015 | 09:56

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Mir wurde gut geholfen, die Anwältin hat mir Unklarheiten gut erklärt, empfehlenswert!"
FRAGESTELLER 17.07.2015 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70627 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,6/5,0
Das Thema ist sicherlich komplex. habe auch nicht ein abschließendes Ergebnis erwartet, jedoch ein Hinweis zur Abhängigkeit zwischen Ehevertrag und notarieller Vereinbarung einer ehebedingten Zuwendung. Der Hinweis auf eine anwaltliche ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Aust hat meine Frage zu einer Gesetzesinterpretation, die bis 55 Jahre zurückliegt, sehr detailiert und verständlich beantwortet. Gerne wieder!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Frau True-Bohle bedanken. Die Antwort kam sehr schnell und war sehr verständlich formuliert. Mit der realistischen, juristischen Einschätzung meiner Chancen auf Erfolg, ist es mir gelungen, ... ...
FRAGESTELLER