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Elternzeit in der Kündigungsphase

04.10.2016 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Habe mein Arbeitsverhältnis am 28.09.16 ordentlich zum 30.09.16 gekündigt. Meine Kündigungsfrist lt. Arbeitsvertrag beträgt 3 Monate zum Monatsende. Mein Arbeitsverhältnis endet also am 31.12.2016. Habe bereits im August 16, also lange Zeit vor meiner Kündigung, 2 Monate Elternzeit im November 16 und im März 17 beantragt und diese auch vom AG bestätigt bekommen.

Da ich nun gekündigt habe, würde ich den März 17 Elternzeitmonat gern im Dezember 16 nehmen. Die Information habe ich dem AG bereits schriftlich mitgeteilt und die 7 Wochenfrist damit mehr als erfüllt.

Meine Elternzeitmonate gehen jeweils vom 03.11.16 - 02.12.16 und vom 03.12.16 bis 02.01.17.

Mein Arbeitsverhältnis endet also vor Ablauf der Elternzeit.

Meine Frage:

Kann ich die Elternzeit, wie gewünscht, im November16 und Dezember16 während der Kündigungsphase nehmen oder kann mir der AG hier einen Strich durch die Rechnung machen bzw. anders gefragt, verlängert sich meine Kündigungsfrist dadurch um weitere 3 Monate nach §19 BEEG ?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt summarisch beantworten möchte:

Kann ich die Elternzeit, wie gewünscht, im November16 und Dezember16 während der Kündigungsphase nehmen oder kann mir der AG hier einen Strich durch die Rechnung machen bzw. anders gefragt, verlängert sich meine Kündigungsfrist dadurch um weitere 3 Monate nach §19 BEEG ?

Ihre Frage lässt sich eindeutig und recht zügig beantworten.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen ihre Elternzeit spätestens sieben Wochen vor deren Beginn schriftlich von der Arbeitgeberseite verlangen. Damit wird organisatorischen Schwierigkeiten insbesondere von mittelständischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bei der Suche nach Ersatzkräften Rechnung getragen. Soweit ist Ihnen das ja bereits bekannt. Diese Voraussetzungen haben Sie auch eingehalten. Insofern steht Ihrer Elternzeit nichts im Wege. Dass diese nun endet, nachdem Sie Ihr Arbeitsverhältnis beenden, steht dem nicht entgegen. § 19 BEEG ist in diesem Fall nicht einschlägig und hat mit Ihrem Fall nichts zu tun, da Sie sie ja nicht zum Ende der Elternzeit kündigen wollen. Daher hat dies auch keinen Einfluss auf die Kündigungsfrist in Ihrem Fall.

Ich möchte abschießend zudem darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine vollständige und persönliche Rechtsberatung kann hierdurch nicht ersetzen werden. Auch führt das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen unter Umständen zu einer völlig anderen rechtliche Beurteilung.

Mit freundlichen Grüßen
N. Schulze

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