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Elternzeit im Sonderurlaub


24.01.2007 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,

ich bin zur Zeit im Erziehungsurlaub, welcher im Juli allerdings ausläuft. Mein Arbeitgeber unterliegt dem Tarifrecht des öffentl. Dienstes. Weiterhin bin ich bei einem privaten Arbeitgeber auf 400 Euro beschäftigt.
Mein Plan ist beim öffentl. Dienst in Sonderurlaub zu gehen und weiterhin bei meinem privaten Arbeitgeber beschäftigt zu bleiben.
Nun meine Frage: wenn ich nun im Sonderurlaub wieder Schwanger werden sollte, wie steht es dann mit einem Anspruch auf Elternzeit. Habe ich diesen und wird diese auf den Sonderurlaub angerechnt?
ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Vielen dank!

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gern wie folgt beantworten möchte.

Die Sonderbeurlaubung wird nicht automatisch durch einen erneuten Antrag auf Elternzeit im Falle einer neuerlichen Schwangerschaft unterbrochen. Zudem ist es nicht so, dass eine etwaige Elternzeit aufgespart wird.

Beim Sonderurlaub einigen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber grundsätzlich auf eine verbindliche Dauer. Eine vorzeitige Beendigung eines Sonderurlaubs ist daher nur möglich, wenn Sie diesbezüglich ein Einvernehmen mit Ihrem Arbeitgeber erzielen.

Wenn Sie sicherzugehen wollen, dass Sie in den Genuss der Elternzeit kommen, sollten Sie die Beendigungsmodalitäten für die Sonderbeurlaubung auf Ihr Anliegen zugeschnitten mit Ihrem Arbeitgeber vorab besprechen und schriftlich fixieren. Oder aber Sie beantragen den Sonderurlaub nur für die Zeit, für die bei Ihnen keine erneute Schwangerschaft geplant ist.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, zunächst zu einer rechtlichen Klärung Ihrer Angelegenheit beigetragen zu haben und wünsche Ihnen für ein weiteres Vorgehen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt
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