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Elternzeit bei ergänzendem Hartz 4

07.11.2011 19:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Hallo,

folgender Sachverhalt:
4 köpfige Familie(Mann arbeitet Teilzeit,Frau Hausfrau,1.Kind in Grundschule,2.Kind 5 Wochen alt.)
Familie bekommt Hartz 4 als Zuschuss.(ca 800Euro netto vom Arbeitgeber und 840euro Zuschuss + Kindergeld)
Ist es möglich für den Mann für 3 Monate in Elternzeit zu gehen?
Oder müsste dann die Frau dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?
Wenn ja könnte sie auch gleichzeitig in Elternzeit gehen?
Zu welchen Sanktionen wäre das Jobcenter berechtigt( bei den verschieden Zeit Modellen)?
Ist es egal zu welchen Monaten die Elternzeit vom Ehemann beantragt wird(z.B. 3,4,5 Monat nach Geburt)?
Welche Vorgehensweise würden sie anraten, so das die Familie 3 Monate zusammen zu Hause verbringen kann?
Mir ist klar,das es dabei zu finanziellen Einbußen kommen kann,nur zu welchen?
Ich weiss es sind viele Fragen auf einmal,benötige aber nur kurze Antworten mit kleiner Erläuterung!


07.11.2011 | 22:12

Antwort

von


(619)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Antwort:

Frage 1 - Ist es möglich für den Mann für 3 Monate in Elternzeit zu gehen?: ja, jedes Elternteil kann bis zu 12 Monate Elterngeld beanspruchen, insgesamt aber nicht mehr als 14 Monate.
Frage 2 - Oder müsste dann die Frau dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?: ja.
Frage 3 - Wenn ja könnte sie auch gleichzeitig in Elternzeit gehen?: nein.
Frage 4 - Zu welchen Sanktionen wäre das Jobcenter berechtigt( bei den verschieden Zeit Modellen)?: Nach Ablauf der Mutterschutzfrist (mindestens 8 Wochen nach der Geburt, § 6 Abs. 1 MuSchG ) könnte das Jobcenter die Leistung für die Frau kürzen, wenn sie z. B. eine angebotene zumutbare Arbeit nicht annimmt. Das Arbeitslosengeld 2 für die Frau könnte um 30 % des Regelbedarfs (also um 98,30 €) gekürzt werden.
Frage 5 - Ist es egal zu welchen Monaten die Elternzeit vom Ehemann beantragt wird(z.B. 3,4,5 Monat nach Geburt)?: ja.
Frage 6 - Welche Vorgehensweise würden sie anraten, so das die Familie 3 Monate zusammen zu Hause verbringen kann?: Im Hinblick auf die Mutterschutzfrist wäre es ratsam gewesen, die Elternzeit für den Mann mit der Geburt beginnen zu lassen. So hätte die Familie jedenfalls 8 Wochen zusammen zuhause verbringen können. Da die Elternzeit beim Arbeitgeber 7 Wochen im Voraus beantragt werden muß, und das Kind bereits 5 Wochen alt ist, ist das nicht mehr möglich. Es ist jedoch möglich, daß der Mann für 3 Monate Elternzeit beantragt und die Frau weiterhin Arbeitslosengeld 2 bezieht (mit der Hoffnung, nicht vermittelt zu werden).
Frage 7 - Mir ist klar,das es dabei zu finanziellen Einbußen kommen kann,nur zu welchen?: Das Elterngeld für den Mann beträgt - ausgehend von einem wegfallenden Nettoentgelt von 800,00 € - 616,00 €/Monat. Davon wird ein Freibetrag von 300,00 € nicht auf die Arbeitslosengeld 2-Leistungen angerechnet, da es sich um einen Elterngeldanspruch aus Einkommen vor der Elternzeit handelt (§ 10 Abs. 5 S. 2 BEEG ). Allerdings fallen während der Elternzeit des Mannes und seines Elterngeldbezuges die Freibeträge für Erwerbstätige weg (100,00 € + 140,00 €). Nach Beantragung von Elternzeit und Elterngeld muß unbedingt das Jobcenter informiert werden, nicht zuletzt damit die (vorübergehend höheren) Arbeitslosengeld 2-Leistungen rechtzeitig bewilligt werden. Insgesamt werden Sie während der Elternzeit finanziell etwas besser dastehen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.


ANTWORT VON

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