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Elternzeit Zwillinge

29.03.2020 20:03 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Elternzeit

Guten Tag,
bei mir ist es so ich habe im Juli 2017 Zwillinge bekommen und habe 3 Jahre Elternzeit beantragt.
Diese läuft jetzt Ende Juni aus. Die Überlegung ist jetzt, ob ich wieder arbeiten gehe oder ob ich meine weiteren 3 Jahre Elternzeit in Anspruch nehme.
Es gibt drei Varianten:
1. Ich gehe wieder arbeiten, dies kann ich nur für ca. 14 Stunden in der Woche. Muss meine Chefin dies akzeptieren und kann ich ihr vorschlagen wann es für mich am besten ist?
2. Sie würde mich kündigen, damit ich Arbeitslosengeld bekommen, dies wäre für mich auch kein Problem, nur ist die Frage wird dich an meinem letzten Gehalt vor der Elternzeitberechnet oder wird dies an meinem Verdienst der letzten 12 Monate der gleich null ist, berechnet. Man muss dazu sagen, dass meine Chefin in Kurzarbeit ist, wegen der Corona Krise.
3. Dies wäre die dritte Möglichkeit, ich verlängere meine Elternzeit um weitere 3 Jahre, behalte meine Stelle, aber bekommen kein Geld mehr.

Liebe Grüße
Manuela Geschwindt

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage 1:
Die Abänderung der Arbeitszeit von Vollzeit auf Teilzeit wäre nach dem Ende der Elternzeit nur möglich, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
§ 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG
(1) Arbeitsverhältnis hat länger als 6 Monate bestanden
(2) Der Arbeitnehmer muss die Verringerung seiner Arbeitszeit und den Umfang der Verringerung spätestens drei Monate vor deren Beginn in Textform geltend machen. Er soll dabei die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben.
(3) Es sind mehr als 15 Beschäftigte in der Firma
(4) es stehen keine betrieblichen Gründe dem entgegen

Frage 2:
Es gilt das Nettoeinkommen vor der Elternzeit. Die Voraussetzungen, ob dies Ihnen zusteht und welche Voraussetzungen in ihrer Person liegen, müssten Sie vor einer Kündigung am besten anwaltlich prüfen lassen.

Frage 3: persönliche Entscheidung ;-)


Der Gesetzestext dazu:
(1) Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird.
(2) Der Arbeitnehmer muss die Verringerung seiner Arbeitszeit und den Umfang der Verringerung spätestens drei Monate vor deren Beginn in Textform geltend machen. Er soll dabei die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben.
(3) Der Arbeitgeber hat mit dem Arbeitnehmer die gewünschte Verringerung der Arbeitszeit mit dem Ziel zu erörtern, zu einer Vereinbarung zu gelangen. Er hat mit dem Arbeitnehmer Einvernehmen über die von ihm festzulegende Verteilung der Arbeitszeit zu erzielen.
(4) Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen und ihre Verteilung entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers festzulegen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Die Ablehnungsgründe können durch Tarifvertrag festgelegt werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die Ablehnungsgründe vereinbaren.
(5) Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Verringerung in Textform mitzuteilen. Haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht nach Absatz 3 Satz 1 über die Verringerung der Arbeitszeit geeinigt und hat der Arbeitgeber die Arbeitszeitverringerung nicht spätestens einen Monat vor deren gewünschtem Beginn in Textform abgelehnt, verringert sich die Arbeitszeit in dem vom Arbeitnehmer gewünschten Umfang. Haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Verteilung der Arbeitszeit kein Einvernehmen nach Absatz 3 Satz 2 erzielt und hat der Arbeitgeber nicht spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Arbeitszeitverringerung die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit in Textform abgelehnt, gilt die Verteilung der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers als festgelegt. Der Arbeitgeber kann die nach Satz 3 oder Absatz 3 Satz 2 festgelegte Verteilung der Arbeitszeit wieder ändern, wenn das betriebliche Interesse daran das Interesse des Arbeitnehmers an der Beibehaltung erheblich überwiegt und der Arbeitgeber die Änderung spätestens einen Monat vorher angekündigt hat.
(6) Der Arbeitnehmer kann eine erneute Verringerung der Arbeitszeit frühestens nach Ablauf von zwei Jahren verlangen, nachdem der Arbeitgeber einer Verringerung zugestimmt oder sie berechtigt abgelehnt hat.
(7) Für den Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit gilt die Voraussetzung, dass der Arbeitgeber, unabhängig von der Anzahl der Personen in Berufsbildung, in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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