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Elternzeit Urlaub Übertragbarkeit auf darauffolgenden Urlaubsjahr?

| 22.05.2015 20:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer


Zusammenfassung: Urlaubsübertragung aufs Folgejahr bei Elternzeit

Ich als Vater habe vom 19 Juli 2014 bis einschließlich 18 September 2014 2 Monate Elternzeit erhalten.Als Bestätigung bekam ich ein Schreiben vom Personalwesen mit folgenden Satz im Brief:Auf Ihren Antrag hin wird der Resturlaubanspruch nach der Rückkehr aus Ihrer Elternzeit im dann laufenden oder im darauffolgenden Urlaubsjahr gewährt.

Daraufhin nahm ich 8 Urlaubstage mit ins Jahr 2015.
Nun sind die 8 Urlaubstage verfallen zum 31.3.2015.

Ich bin der Meinung der Urlaub muss mir für das ganze Jahr 2015 gewährt werden
Das Personalwesen und der Betriebsrat sind der Meinung das ist Rechtens das der Resturlaub verfällt.

Begründung dafür waren
1 Urlaubsjahr wäre kein Kalenderjahr deswegen würde der Satz aus dem Brief vom Personalwesen sich darauf beziehen das der Urlaub nur bis einschließlich 31 März gewährt wird

2 Ich würde es nur für das ganze Jahr 2015 gewährt bekommen wenn ich ein ganzes Jahr (12 Monate) und nicht nur 2 Monate Elternzeit bezogen hätte,somit hatte ich genug Zeit zur Resturlaub Entnahme bis zum 31 März,deswegen wäre es mein Eigenverschulden das der Urlaub verfallen ist

3
So was wird nur im Betrieb angewandt wo es keine Möglichkeit gibt Urlaub im Anschluss der Elternzeit zunehmen ,ich hätte angeblich die Möglichkeit gehabt und hab Sie nicht wahr genommen. (Mir wurde aber Weihnachten 2013 verwahrt dies kann ich nachweisen)

Mein Frage:
Ist das so das der Urlaub am 31.3.2015 verfallen ist oder steht dieser mir das ganze Jahr noch zu?
Wenn ja lohnt es sich dagegen anzugehen oder ist der Aufwand zu groß?

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Was Ihr Arbeitgeber hier wohl meint ist wohl § 7 Abs. 3 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG). Hiernach ist der Urlaub im laufenden Jahr zu nehmen und nur ausnahmsweise auf das Folgejahr zu übertragen. Bei der Übertragung aufs Folgejahr soll der Urlaub dann aber nach Ablauf des 31.03. verfallen.

Nun besteht jedoch die Besonderheit, dass Sie Elternzeit genommen haben. Hier greift zu Ihren Gunsten § 17 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG). Nach dessen Absatz 2 kann der Resturlaub entweder im nach der Elternzeit laufenden Jahr oder dem nächsten Urlaubsjahr genommen werden. Urlaubsjahr bedeutet dabei volles Jahr, so dass der Urlaub noch bis 31.12.201 genommen werden kann.

Ob es sich lohnt gegen den Arbeitgeber vorzugehen, ist immer eine persönliche Frage. Da Sie sich wohl schon mit dem Arbeitgeber ausgetauscht haben, käme wohl nur die Einschaltung eines Rechtsanwaltes der eine Klageerhebung in Betracht. Theoretisch dürfen Ihnen nach § 612a BGB keine Nachteile daraus erwachsen, dass Sie von Ihrem Recht Gebrauch machen. Praktisch mag dies teilweise jedoch durchaus einen „faden Beigeschmack" verursachen. Der Aufwand selbst dürfte zu vernachlässigen sein, häufig ist es eher die psychische Belastung die ein Rechtsstreit oftmals mit sich bringt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.05.2015 | 13:29

Vielen Dank erstmal.

Es ist also egal ob ich bis zum 31.3 den Resturlaub noch genommen hätte oder nicht?Ich hätte Ihn nehmen können er wurde mir nicht verwährt.Es war meine freie Entscheidung über den 31.3 den Resturlaub mitzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.05.2015 | 18:12

Richtig. § 17 BEEG stellt auf das gesamte Kalenderjahr ab.

Bewertung des Fragestellers 24.05.2015 | 09:09

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