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Elternzeit Befristung - Kollegin kündigt was gilt dann?

11.06.2019 11:28 |
Preis: 50,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Im Fall der Befristung aufgrund von Vertretung ist der Vertreter in der Regel fest angestellt, wenn der Vertretene aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet, etwa im Fall eines schwer Erkrankten oder auch in der Eigenkündigung des Vertretenen.

Ich wurde befristet für die Elternzeit einer Kollegin eingestellt. Der Arbeitsvertrag lautet entsprechend.
Folgenden Passus habe ich im Arbeitsvertrag:
"Sobald die Elternzeit definitiv festgelegt ist, wird dieser Termin dem Arbeitnehmer gesondert mitgeteilt und ist dann Bestandteil des Arbeitsvertrages."

Ich erhielt dann kurze Zeit später ein Schreiben des Arbeitgebers, in dem er mir den Termin gesondert mitteilte und das mein Arbeitsverhältnis mit Ablauf dieses Datums dann ohne das es einer Kündigung bedarf beendet ist.

Die Kollegin die ich vertraglich vertrete, wurde dann erneut schwanger. Somit erhielt ich ein erneutes Schreiben in dem mir mitgeteilt wurde das die Vertretung der Kollegin mit dem 25.08.2019 endet und dies ebenfalls keiner Kündigung bedarf.

Nun hat die Kollegin die ich vertrete im April diesen Jahres gegenüber dem Arbeitgeber gekündigt. Somit entfällt der Vertretungsgrund, da die Kollegin nicht mehr zurückkommen wird.

Meine Frage ist, ob mein Arbeitsvertrag da der Vertretungsgrund weggefallen ist und ich weiterbeschäftigt wurde als unbefristet gilt oder ob das Enddatum 25.08.2019 weiterhin Gültigkeit hat?

Sehr geehrter Fragesteller,

abschließend wird man Ihre Frage erst bei Durchsicht aller Verträge und Erklärungen beantworten können. Aus meiner Sicht spricht viel dafür, dass Sie mit Ausscheiden der Kollegin unbefristet angestellt sind. Anderenfalls hätte man dies gesondert vertraglich regeln müssen, etwa bei Stellen im öffentlichen Dienst, die schon bei Einstellung des Vertreters einen Vermerk "künftig wegfallend" haben o. ä.

Sie sollten den Arbeitgeber daher um eine Bestätigung bitten, dass Sie auch über den 25. August hinaus beschäftigt sind. Bitte beachten Sie auch die Klagefrist für die Einreichung der Entbefristungsklage, die drei Wochen nach Ende des Arbeitsverhältnisses bei Gericht eingehen muss. Nach meinen Berechnungen ist dies der 16. September 2019, da der 25. August ja ein Sonntag ist. Bis zu diesem Tag sollte Ihre Klage spätestens bei Gericht sein, wenn Sie die Angelegenheit nicht außergerichtlich klären können. Natürlich ist eine Klageerhebung auch vor Fristende möglich.

Mit freundlichen Grüßen

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