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Elternunterhlt - Wird mein Freund mit zur Berechnung hinzugezogen?

| 30.03.2008 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske


Hallo liebe Rechtsanwälte,

Meine Mutter benötigt seit kurzem häusliche Pflege für ca. 280 €. Ich bin 25 J. und gerade dabei mir ein eigenes Leben aufzubauen und Geld für ein ETW zu sparen. Ich lebe mit meinem Freund 27 J. (nicht verheiratet) zusammen.

Situation:
Ich : Einkommen 1200€ (netto), zahle ab diesem Jahr 250 € jährlich in eine private Rentenversicherung, besitze ein Bausparvertrag von 3500€ und ein Tagesgeldkonto mit ca. 700 €
Er: Einkommen 1400€(netto), besitzt ein Sparvertrag von 3000€, einen Kredit von 20.000€ für ein Auto, wo ich bürge bin.
Wohnen zur Miete 775€ incl. NK Besitzen 2 Autos die wir zur Fahrt auf die Arbeit brauchen. Meine einfachste Strecke ist 15 Kilometer.

Frage:
1. Wird mein Freund mit zur Berechnung hinzugezogen?
2. Mit wieviel € sind wir dann Leistungsfähig?
3. Wäre ich Leistungsfähig, wenn ich uns als WG angeben würde?

Danke im Voraus.

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Selbstbehalt gegenüber Unterhaltsansprüchen der Eltern beträgt für den Unterhaltsverpflichteten mindestens 1.400,-- Euro. Die Hälfte des diesen Mindestbetrag übersteigenden Einkommens bleibt zusätzlich anrechnungsfrei. Nach Ihren derzeitigen Einkommens- und Vermögensverhältnissen sind Sie also nicht leistungsfähig.

Das Einkommen Ihres Freundes wird nicht zur Berechnung herangezogen, da Sie keinen Unterhaltsanspruch gegen diesen haben, solange Sie nicht verheiratet sind. Auch dann nicht, wenn Sie angeben, dass Sie mit ihm in einer WG leben.

Ist bei Unterhaltsansprüchen der Eltern der Unterhaltsverpflichtete jedoch verheiratet, werden als Bedarf für den mit ihm zusammenlebenden Ehegatten zusätzlich mindestens 1.100,-- Euro angesetzt (= Familienbedarf von 2.500,-- Euro). Wird der eigene Unterhalt des Unterhaltspflichtigen ganz oder teilweise durch den Ehegatten gedeckt und steht so für Unterhaltszwecke für Verfügung, kann für den Unterhaltsverpflichteten ggf. ein niedriger Selbstbehalt als oben angegeben in Betracht kommen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2008 | 14:15

Ich danke für die schnelle Antwort, die mehr jetzt mehr Beruhigung bringt.

Muss ich meinen Freund trotzdem als Lebensgefährten aufführen(mit Einkommensangabe) oder nur als Haushaltsmitglied? Wenn nicht, wie gebe ich zB. die Miete an Halbe/Halbe?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2008 | 14:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten die volle Miete aufführen und angeben, dass Sie sich die Wohnung mit Ihrem Freund teilen. Das Einkommen Ihres Freundes spielt für den Elternunterhalt keine Rolle, so dass Sie da keine Angaben machen sollten.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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